Neblig bis depressiv

Neblig bis depressiv

Dauernebel? Dauerregen? Dauer-Schneematsch? Jaja, da strickt das Gemüt gerne mal einen warmen Henkersknoten oder spielt am Gasherd herum. Was tun mit solchen Winterdepressiven? Aufhängen und auf dem Balkon mal richtig durchlüften? Keine gute Idee.

Denn das Gemüt ist ein sehr wetterfühliger Geselle und wäre höchstens sehr verschnupft.
Klar, man kann das Gemüt einfach vor die Tür setzen und sich im Internet ein neues bestellen. Allerdings sind eigentlich alle schon bei der Lieferung defekt. Da kann man auch gleich sein altes behalten.
Auf keinen Fall sollte man mit seinem Gemüt einen Trinken gehen. Nur zu Beginn hellt sich die Stimmung auf. Mit jedem weiteren Drink kippt die Stimmung und das Gemüt wird einen weinend anschreien oder schreiend anweinen und am Ende die Lebensgeister aus der Kehle würgen.


Manche geben ihre Gemüter bei den anonymen Winterdepressiven ab. Da hocken dann zehn Depri-Gemüter im Kreis und ziehen sich gegenseitig runter. Das geht so lange, bis alle elendig im Emotionen-Ozean abgesoffen sind.

Am besten man lässt sein Gemüt in der tristen Winternebelstimmung gut durchziehen, verabreicht ihm eine hohe Dosis musikalischer Antidepressiva, lässt den lieben Gott einen bösen Mann sein und dann steht schon der Frühling auf der Matte.

Da kehrt das Gemüt beim Frühjahrsputz den Depri aus der Seele.

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 Veröffentlicht von…
Frank Schitzo
Klaus Palermo bei Google+ | veröffentlicht am 8. Dezember 2014
Frank Schitzo

Über Frank Schitzo

Frank Schitzo ist unser schitzofranke SingerSongerWriter, der u.a. mit dem Kunstprojekt Hartzbuben durch die Münchener Bars zieht. Er fotografiert, schreibt, spielt Gitarre, kurz ein Kunstwichser und ist bekennender Feind der Kapitalismus-Diktatur, obwohl er in dessen Propagandaministeriums seine Brötchen verdient.

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