Alle Beiträge von Frank Schitzo

Frank Schitzo

Über Frank Schitzo

Frank Schitzo ist unser schitzofranke SingerSongerWriter, der u.a. mit dem Kunstprojekt Hartzbuben durch die Münchener Bars zieht. Er fotografiert, schreibt, spielt Gitarre, kurz ein Kunstwichser und ist bekennender Feind der Kapitalismus-Diktatur, obwohl er in dessen Propagandaministeriums seine Brötchen verdient.

Schitzo deckt auf: Skandal am Nordpol

1.12. Kick-Off für die Geschenkeproduktion. Der Weihnachtsmann sagt, dass, wenn wir nicht unsere Ansprüche runterschrauben, er auch kein Problem hat nach China oder Indien zu ziehen. Als die Rentiere wiehern, droht er sie durch Rikschafahrer zu ersetzen und aus ihnen Weihnachtssalami zu machen.

4.12. Es herrschen hier wirklich unwichtelige Arbeitsbedingungen. 24 Stunden lang Weihnachtsliedbeschallung. Der absolute Terror! Ich will Hiphop oder meinetwegen auch Heino. Alles besser als das. Dazu bekommen wir ausschließlich Weihnachtsplätzchen zu essen. Kein Wunder, dass wir alle Diabetiker sind. Ich hab angemerkt, dass ich Veganer bin. Interessiert keine Sau.

5.12. Hab mit dem Betriebsrat über das Veganer-Thema gesprochen. Bekam als Antwort nur: „Veganer? Eingefleischter!“ und ist lachend davongelaufen.

6.12. Weil der Nikolaus vorbeikommt, müssen alle Elfen Bikini anziehen. Um 23 Uhr waren Weihnachtsmann und Nikolaus so dicht, dass sie uns zwangen „Kling Glöckchen klingeling“ zu singen. Fühl mich so schmutzig.

8.12. in der Weihnachtsbäckerei ist wieder ein Wichtel wegen Erschöpfung zusammengeklappt und versehentlich in den Weihnachtsstollen eingebacken worden.

10.12. Santa verteilt Speed-Weihnachtsplätzchen. Wie sonst ist dieses Pensum zu schaffen. Hätte der Weihnachtsmann nicht meinen Pass eingesammelt, ich wäre schon längst über alle Berge.

13.12. Santa ist seit drei Tagen wach. Er hat alle Speed-Plätzchen selber gefuttert. Jetzt hat er sich Elfen aufs Zimmer bestellt und alle Viagra Geschenke durchwühlt und eingeworfen.

16.12. Der Weihnachtsmann bekommt Druck von den Investoren. Es wurden 1000 chinesische Wichtel eingeflogen. Wir sind wohl zu langsam.

18.12. Santa seit 6 Tagen druff. Hatte jetzt einen Herzinfarkt. Wir haben ihn draußen im Schnee liegen lassen. Leider kamen die China-Wichtel vorbei und retteten ihn. Wäre das Mord gewesen?

20.12. Wir streiken unter dem Motto „Wir sind die Wichtel“. Warum? Unter den ersten Tausend bei der Wahl zum Mitarbeiter des Monats sind nur Chinesen.

21.12. Santa hat alle Vertreter großer Logistikunternehmen zu einer Feier eingeladen. Jetzt sind Skandalvideos mit nackten Elfen und so aufgetaucht.

23.12. Kleinen Scherz gemacht. Hab einem Barbie Ken eine behaarte Möse gebastelt.

24.12. Endlich. Die Chinesen sind weg. Nur die kleine Min ist geblieben, weil sie sich in meinen Stundenlohn verliebt hat. Apropos Stundenlohn: ab März verleiht der Weihnachtsmann uns für 4,50 Euro die Stunde an den Osterhasen.

 

Winter go home: Schitzos Ratgeber gegen die Winterdepression.

Doch keine Angst: mit Schitzos Winterratgeber wird die kalte Jahreszeit ein Klacks.

1. Fangen sie mit Gläsern Sonnenstrahlen ein und verschließen sie sie sorgfältig. Bei Mistwetter und/oder im Depri-Mood holen sie eines der Gläser aus dem Schrank, öffnen es, legen es an den Mund und atmen tief ein.

2. Wenn es ihnen mies geht, hilft eines immer. Dass es anderen noch mieser geht. Sind sie Chef? Dann feuern sie irgendeinen Trottel, der gerade sein Haus abbezahlen muss. Wenn sie nicht Chef sind, kein Problem. Es findet sich immer ein armes Schwein auf das man eintreten kann.

3. Drogen sind super und helfen einfach immer. Wichtig dabei! Hören sie bis zum Frühling damit nicht mehr auf, sonst war das ihr letzter Sommer. Doch Achtung! Heroin ist wie ein Winterhusten, schwer wieder loszukriegen.

4. Streit weckt die Lebensgeister und lässt einen lebendig fühlen: Deshalb verklagen sie ihren Nachbarn, einfach weil er existiert oder den Sommer auf unterlassene Hilfeleistung.

5. Werden sie aktiv und unternehmen was, zum Beispiel gegen den Winter: Stichwort Klimawandel. Lassen sie ihr Auto auch parkend laufen, drehen sie die Heizung voll auf und öffnen alle Fenster oder sie fliegen in ihrer Freizeit irgendwo hin, wo sie noch nie hin wollten. Bleiben sie dran. Klimawandel bekommt man nicht geschenkt.

6. Schlafen sie den Winter durch. Lösen sie dazu vier Kilo Schlaftabletten auf und flößen sie sich das Ganze intravenös ein. Kann passieren, dass sie erst im Sommer wieder aufwachen oder eben gar nicht. Aber no risk, no kein Winter.

7. Machen sie es wie die AFD. Ignorieren sie die Realität. 2 Grad und Schneeregen? Pah, von wegen. In ihrem Kopf ist Sommer und 30 Grad. Deshalb tragen sie auch Badehose und gehen im Stadtsee schwimmen.

Munich – Bien me up!

Sie räumten den Grill von ihrer Büroterrasse im Westend und machten Platz für einen Bienenstock.

Doch als Kreative war ihnen das nicht genug. Sie machten aus ihrem Bienenstock die erste Bar, exklusiv für Bienen. Wie in jeder guten Bar wissen die Gäste, was harte Arbeit ist und dass diese nicht immer belohnt wird. Denn die Bienen kämpfen in Deutschland ums Überleben.
Kurioserweise finden Bienen oft in Großstädten bessere Lebensbedienungen als auf dem Land – Monokulturen, hohe Pestizidbelastung in der Landwirtschaft sei Dank.

Edgy und Cheesy wollen den Bienen unter die Flügel greifen und weitere Clubs eröffnen. Jeder, der einen Bienenstock im Garten oder auf dem Dach stehen hat oder ein Bienenvolk ansiedeln will, kann die beiden kontaktieren (info@edgyandcheesy.com) und sich von ihnen seinen „Bienenclub“ designen lassen. Denn am Ende geht es bei Bienen, um mehr als um eine bloße Schwärmerei.

Metbar – urban beehive project from Edgy & Cheesy on Vimeo.

Recht und Freiheit statt rechts und Diktatur – Gedanken zum Tag der Deutschen Einheit.

Wolltet lieber gleichgeschaltet sein als frei. Lieber passiv sein, als aktiv werden. Und an eure lieben Kinderlein habt ihr diese Haltung vererbt.

Nun wir leben in einem freien Land und jeder darf seine Meinung äußern. Und genau darum geht es. Deshalb jetzt mal für alle Volkrufer zum Mitschreiben. Das Volk, als Einheit und als Ganzes, gibt es in eurem und meinem schönen Heimatland, der Bundesrepublik Deutschland gar nicht, sondern jeder Bürger geht auf Bundesebene alle 4 Jahre wählen und zwar, die Partei, die er für richtig hält und nicht die Partei, die ein paar Irre, die sich für DAS VOLK halten für richtig halten. Verrückt was? Ja, das nennt sich Demokratie. Wenn ihr der Meinung seid, dass zu viele Flüchtlinge in eurer Region leben, dann müsst ihr in eurer Region eine Mehrheit zusammenbringen, euch zum Bürgermeister wählen lassen oder in den Stadtrat. Keine gute Idee ist, das Flüchtlingsheim anzuzünden, denn als wir von den Bäumen stiegen, haben wir uns darauf geeinigt, dass das Brandstiftung ist und nicht Demokratie.

Könnt ihr mir mal verraten, was ihr eigentlich für ein Problem mit der Vielfalt habt? Beim Konsum habt ihr euch doch auch sofort daran gewöhnt. Und ist euch schon mal aufgefallen, dass alle Länder, die die ein Volkskörper-Strategie propagieren und im Kopf im Gleichschritt marschieren, es wirtschaftlich jetzt nicht so bringen und die Bevölkerung auf Flatscreens aller Art verzichten muss. So zum Beispiel in Nordkorea oder in Weißrussland oder wie hieß noch das historische Beispiel? Genau, DDR, erinnert ihr euch?

Aber wisst ihr, warum es so toll ist in der Bundesrepublik zu leben? Weil ihr eine Minderheit seid und nicht das Volk und weil die Mehrheit dieses „Volkes“ lieber bunt leben will als eindimensional, lieber frei als hinter einer Mauer. Und genau deshalb habt ihr die Wahl. Ihr könnt eure sieben Sachsen packen und nach Nordkorea ziehen oder auch nach Weißrussland. Lust? Ansonsten akzeptiert wie wir in diesem Land seit fast siebzig Jahren frei leben und miteinander Konflikte lösen. Dass ihr bis vor 27 Jahren in einer Diktatur gelebt habt, tut mir aufrichtig Leid. Wenn ihr allerdings euch dahin zurück sehnt, euch zum „Volk“ erhebt und die Demokratie ablehnt, dann haben wir ein Problem? Denn dann gehört ihr nicht zur Bevölkerung, dann seid ihr keine Bürger, sondern Terroristen und gehört bestraft und ins Gefängnis.

In diesem Sinne: solange es Recht und Freiheit gibt, braucht es nicht unbedingt die Einigkeit.

Euer Frank Schitzo 

 

Irre ist menschlich

Katar unterstützt den IS und da findet bald die Fußball WM statt. Hoch die Tassen, aufs Public-Abfeiern während der EM. Aber wer auf der Flucht vor dem IS ist, soll doch bitte im Mittelmeer ersaufen. Bitte. Danke. Hat aber alles nix mit nix zu tun. Saudi-Arabien und der IS sind zweieiige Zwillinge, mit einem gemeinsamen Vater: Fanatismus. Wer liefert 2015 Panzer an die Saudis? Nee, nicht der Kaiser Franz, wir alle, die Bundesrepublik. Es lebe die Scheinheiligkeit und ganz vergessen, hat alles mit …

Das C in CSU steht übrigens für christlich und der Horst Seehofer der Christen hat einmal gesagt: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.“

Und damit sind nicht die Priester gemeint, die ein Auge auf die Buben in ihrem Kommunionsunterricht geworfen haben, sondern Menschen, die nichts haben und einfach nur leben wollen. Das hat alles mit allem zu tun. Wir müssen reden. Dringend. Miteinander, mit unseren Volksvertretern, mit den Medien. Denn die Pauschalwahrheiten sind aus. Leider. Vollbart und Tribal-Tattoo sind cool, aber keine Haltung.

Ich guck auch gerne Fußball, aber wir können die Menschen, die vor unseren Waffen fliehen, nicht verrecken lassen. Unsere Großeltern haben uns gesagt, sie hätten von nichts gewusst. Was waren wir entrüstet. Was heute passiert, wir wissen es, wir gucken zu.

Jetzt zeigt sich, wer wir sind und ob wir Werte haben, die man nicht kaufen kann.

Stroke – Alle Jahre wieder

© Christian Kreisel

Sie ist bei vielen Münchnern fest im Kalender angekreuzt. Und mit was? Mit Recht. Vom 4.5. bis zum 8.5. gibt es auf der Praterinsel wieder junge Kunst zu bestaunen, manches gefällt, manches nicht, aber so sind die Geschmäcker eben verschieden.

Abends gibt es dann Kunstaktionen, gut Fress und Sauf, man trifft sich, sieht sich, wird getroffen und wird gesehen. Stroke eben. Sicherlich, früher war alles besser und Streetarter noch polizeilich gesuchte S-Bahnverschönerer, klar, das war viel cooler. Aber hey, sind wir nicht alle ein wenig festangestellt, kümmern uns um unsere Altersvorsorge und leiden nach Exzessen mehrere Tage, wenn nicht Wochen?

Na also. Auf geht’s! Präsentierfertig machen, Geld einstecken, auf der Stroke Leute treffen, die man sowieso seit Jahren wieder treffen wollte und ganz vielleicht sogar was für die heimischen Wände erwerben. Es lohnt sich, wie jedes Jahr.

Hier geht’s zur Veranstaltung

Der Kater ist dein Freund, er ist der Meister der Demut.

Jeder, der sich nach Entschleunigung sehnt, sollte sich mal richtig einen ansaufen. Denn dann geht am nächsten Tag so was von nix, nixer geht gar nicht. Während andere ihre erste Nordwand bewandern oder Hunderte Bilder des totalen Badefreizeitgenusses auf Facebook posten, bist du in der Waagerechten einbetoniert und das Einzige, was du von Zeit zu Zeit schaffst, ist die Jalousie anzuheben, nur um kurz darauf aufgrund der Helligkeit einen stechenden Schmerz im Schädel zu spüren.

Diesen Zustand gilt es zu genießen. Denn auf einmal gibt es für dich nicht tausend Möglichkeiten unendlich viel Spaß zu haben, du hast keine Wahl, sondern musst die Suppe auslöffeln, die du dir gestern teuer eingeschenkt hast.

Die Samstags-Shopping und Flaniere-Optionen haben sich auf eine reduziert: 19:40 Uhr Tengelmann. Mit letzter Kraft wird da die Beute fürs Wochenende geschossen. Wenn selbst das nicht mehr geht, werden sonst achtlose Kühlschrank-Bankdrücker, die man eigentlich schon längst aussortieren wollte, zur kulinarischen Sensation des Abends. Der Kater lehrt die einfachen Dinge wieder zu schätzen, wie etwa Nudeln mit Ketchup, verfeinert mit Sahne und Knoblauch, oder ganz einfach Sachen wie schmerzfrei atmen.

Ein besonderes Entschleunigungserlebnis ist ein Katertag in der Arbeit. In keiner anderen Lebenssituation schafft es ein Mensch seine gesamte Energie auf einen einzigen Punkt zu fokussieren: 18 Uhr und Feierabend. Wird diese Übung oft genug wiederholt, beschenkt einen das Leben mit einer höheren Stufe der Erkenntnis. Denn irgendwann ist das Alkfass vom Chef voll, er setzt einen vor die Tür und sorgt für eine doppelte Entschleunigung: ganz viel Zeit und ganz wenig Kohle. Keep on running to Erleuchtung.

Hast du dir die Katerfreiheit erwälzt, erschwitzt, erkopfschmerzt, wartet die härteste Prüfung auf dich: der Tag nach dem Katertag, wenn die Nüchternheit dir wieder den Alltag einbrockt und dich zwingt auszuwählen, welche der unendlich vielen Fun-Activitys dir die maximale Erfüllung beschert. Da hilft eigentlich nur noch eins, weiter trinken. In diesem Sinne Prost.

Die drei Irren vom Bahnhofskiosk aus dem Gesternland.

Seit kurzem geht es nur noch um eins: um die Antwort auf die Frage, warum sie als Promille gedämpfte Highperformer, Allesversteher und Allesdurchschauer doch nur so kleine Lichter am gesellschaftlichen Weihnachtsbaum geworden waren.

Doch das Glück ist mit dem Wahnsinnigen und so schenkte die Vorsehung den drei Irren das PEGIDA-Stichwort-Roulette. Es ist ideal zur einfachen Weltbildentwicklung. Einfach zwei historische Stichwörter aus ganz unterschiedlichen geschichtlichen Zusammenhängen zusammenwerfen, zum Beispiel „Titanic“ und „Apollo“ und anschließend wild drauflosfantasieren. Probieren sie es ruhig einmal selbst. Genau, die „Titanic“ ist zum Mond geschippert und die „Apollo“ am Eisberg … obwohl, vielleicht probieren wir doch was Anderes: „Kleopatra“ und „Hitler“. Kleopatra hatte nie was mit Julius Cäsar, weil sie mit Hitler verheiratete war und nach der Scheidung, hat sie dann eine Wäscherei in Neukölln aufgemacht. Perfekt, genau, jetzt läuft es, Sie haben verstanden, wie das PEGIDA-Stichwort-Roulette funktioniert und können sich nun Ihr Weltbild selbst erfantasieren. Ich sitze eh gerade bei Hitler im Café und bekomm gerade von ihm den totalen Zahlungsbefehl.

So, da bin ich wieder, schönen Gruß vom Adolf und ich soll Ihnen ausrichten, dass alles eine große Verschwörung ist. Wussten Sie zum Beispiel, dass das Wetter gemacht ist? Nein im Ernst. Und zwar nicht von Gott, sondern von „Denen“. Und eben genau „Die“, „Die“ stecken hinter allem und jedem. Voll fies für alle die nicht bei „Denen“ sind, aber „Die“ haben es auch nicht leicht. Wenn sich zwei von „Denen“ mal treffen und „Die“ einfach mal ein wenig Quatschen wollen und dann platzt da schon wieder einer von uns „Nichtdies“ dazwischen, na toll, dann muss man wieder über Fußball reden. Oder was meinen Sie, warum Fußball Thema Nummer eins in Deutschland ist.

Nun lieber Leser, Sie wissen jetzt, dass es „Die“ gibt und dass sich die drei Bahnhofsirren mit ihrem Stichwort-Roulette jeden Tag eine neues Stück Weltgeschichte zusammenzimmern und so neue Jünger gewinnen, die als Wanderer aus dem Gesternland weiter ins Vorgesternland ziehen. Also natürlich immer vorausgesetzt, die Anstaltsregeln der jeweiligen Psychiatrie lassen es zu und vor allem „Die“ lassen es zu. Ob Ihnen „Die“ oder die Irren vom Bahnhofskiosk mehr Angst machen, müssen Sie selber wissen. Und ich? Ich wurde natürlich von „Denen“ programmiert, um diesen Text zu schreiben und oh Entschuldigung, ich muss Schluss machen, Elvis bringt mir gerade in Hitlers Café meinen zweiten Cappuccino.

Gegen die Fremdwörtersierung von MMA

Alle anderen müssen an der Bildschirmgrenze abgewiesen werden mitsamt ihren lateinischen Buchstaben. Ja, das gilt auch für Babywörter, denn die werden auch irgendwann groß und dann. Und wenn irgendwann alles voller Fremdwörter ist, dann können sie auch nichts mehr lesen. Die fremden Wörter sollen wo anders gelesen werden aber nicht hier. Ja die lesen uns unsere Leser weg und für uns bleiben dann nur noch die Blinden und die Analphabeten. Zudem ist jedes Fremdwort, das wir uns auf den Bildschirm holen ein Sicherheitsrisiko – abgesehen davon, dass viele zwischen ihren Buchstaben nicht richtig sauber machen – denn viele von ihnen haben nur ihre Buchstaben umgestellt oder sich falsche Buchstaben machen lassen und über ihre echten gelegt.

Kaum haben wir sie in unserer Mildtätigkeit an der MMA Grenze durch gewunken, zeigen sie ihr hässliches Gesicht und fügen ihre Buchstaben neu zusammen oder werfen ihre falschen Buchstaben weg. Und dann? TERROR! Doch keine Sorge, sie können beruhigt weiter vor sich hinlesen, denn diese Webseite ist sicher, absolut als absoluter, totaler und radikaler sichererer. Was wir dafür tun? Alles.

So gucken wir ihnen zum Beispiel gerade über ihre Laptop-Kamera beim Lesen zu. Ach, schöne Wohnung haben sie da. Ja nein, dass sie nackt sind, stört uns nicht, aber sobald ein Terrorist unsere Seite lesen will, wird diese unkenntlich gemacht.

Ach die Kommentarfunktion haben wir für sie und ihre Sicherheit abgeschaltet. Probieren sie es. Doch Vorsicht, bei kritischen Kommentaren bekommen sie Besuch vom SEK. Ja, Freiheit mit Sicherheit, das geht. Danke für ihre Aufmerksamkeit, doch halt einige unserer deutschen Mitwörter wollen zum Abschluss die Gelegenheit nutzen, um persönliche Grüße an ihnen nahestehende Wörter los zu werden. So wünscht Waffenindustrie Saudi Arabien ein ganz, ganz tolles Silvester. Jungs, wenn ihr noch Raketen braucht, einfach anrufen. Außerdem drücken EU Außengrenze und EU Schutzzölle ihre Bewunderung und ihren Neid auf die schlanke, drahtige Figur des Wortes Afrika aus. Afrika, wie machst du das bloß, du bist so schlank, wie wir alle immer sein wollten.

Die deutschen Wörter wünschen allen Lesern ein besinnliches Weihnachtsfest, ach das Wort Nächstenliebe wurde als Fremdwort denunziert und ausgewiesen.

Gutmensch 3000 – Nichts ist so einfach, wie gut zu sein.

Selbst hartnäckiger Schmutz wie Ich-bin-ein-widerlicher-Kriecher-in-der-Arbeit oder Ich-war-betrunken-und-wusste-nicht-dass-sie-dazu-gezwungen-wurde, gehen problemlos ab. Sie sind eine junge Laktosefrei-Mutti? Dann empfehlen wir aufgrund Ihres Beseeltheitsvorsprungs „Gutmensch Forte“. Achten Sie hier unbedingt auf die Dosierung, da Sie sonst möglicherweise als Jesus oder Jesa in die nächste Nervenheilanstalt eingeliefert werden.
Mit „Gutmensch Forte“ können Sie problemlos mehrmals im Jahr in den Urlaub fliegen, einen SUV fahren und Ihr 160 Quadratmeter großes Cityloft 365 Tage im Jahr auf angenehme 40 Grad heizen, ihre Seele bleibt ökologisch absolut streifenfrei.

Sollten Sie trotz „Gutmensch Forte“ Probleme mit Ihrer Seelenreinheit bekommen, sollten Sie unbedingt „Öko Plus“ dazu verwenden.

Falls Sie Ihr Kind seit der Geburt sündhaft teuren Chinesisch Unterricht spendieren oder auf eine Privatschule aus reinem Gold schicken und der Seelenschuh drückt deswegen ein wenig, dann empfehlen wir Ihnen unseren neusten Verkaufskracher: „Sozialgerecht 3000“.

Jedes der „Gutmensch“ Produkte stärkt die Abwehrkräfte gegen Leid und Elend aller Art. Wenn Sie ein Mensch in Not anspricht, werden Sie diese Attacke ruhigen Herzens mit „Ich hab schon“ abwehren können.

Ein weiterer Vorteil von „Gutmensch“ Produkten ist, egal, ob Familienpackung oder Single-Pack, sie kosten nichts, nicht einen einzigen Cent. Sie liegen zur kostenlosen Mitnahme an allen teilnehmenden Bio-Märkten aus, sind in Öko-Produkten als Nährstoffe zum Mitessen enthalten oder als Download aus der aktuellen Wertecloud verfügbar.

Sollten Sie zufällig kein abgeschlossenes Hochschulstudium haben oder in Ihrem fünfköpfigen Haushalt wird unter 3000 netto verdient, vergessen Sie alle „Gutmensch“ Produkte. Das ist nichts für Sie. Sie haben ganz  andere Probleme, wie etwa so viel Geld verdienen, dass Ihre Kinder satt werden oder eine bezahlbare Wohnung finden oder die neuste Markenjeans ranschaffen, weil Ihre süßen Kleinen Ihnen sonst die Hölle heiß machen.

Allen anderen stimmen wir freudig zu, wenn Sie sagen, dass nichts so einfach ist, wie gut zu sein.

Beseelten Dank fürs Lesen und selbstgerechte Grüße.

Euer Schitzo

 

Herzlich willkommen in der Alpenfestung 2.0

### Liveübertragung des festlichen Einzugs der Kandidaten ins Showschloss. Die NSA blendet zum Nachsurfen die Lieblingswebseiten aller Kandidaten ein. Außerdem gibt es ein Gewinnspiel: Wer richtig tippt, für wen sich die Kanzlerette am Ende entscheidet, gewinnt ein G 36 Sturmgewehr.

### Riesen Freude und Erleichterung im Kontrollzentrum. Das erste große Geschäft wird von der neu installierten Wasserversorgung einwandfrei entfernt. Einer der Mitarbeiter sichert sich dieses geschichtsträchtige Meisterstück und macht es zum Eye- und Nasencatcher seines schrankwandgarnierten Wohnzimmers.

### Tsipras hat sich als Gespenst im Schloss im Schrank von Angela versteckt, wird entdeckt und rausgeschmissen. Er nimmt die Stelle des örtlichen Quotenausländers an und konvertiert zum Hinterwäldlertum.

### Heidi K. ist Patin der Gruppenfotochallenge. Angie M. weint. Vor Aufregung vergeigt sie die berühmte Raute. Was nun? Ist die Kanzlerette schon raus.

### Nach dem Gruppenfoto wird die Stimmung euphorisch, denn der örtliche NSA-Mitarbeiter verschickt den heiß ersehnten WLAN Schlüssel an die Mächtigen der Welt: endlich wieder Facebook, Sportergebnisse und Pornoseiten.

### Obama lacht: Putin hat ein Selfie geschickt, wie er im Ultraleichtflugzeug mit ukrainischen Blaumeisen Formationsflug übt.

### Zeit für Kulturelles. Eine Gruppe Eingeborener übergibt einen Korb Glasflaschen mit heiligem Hopfensaft. Außerdem dürfen sie einen Stammestanz vorführen. Leider verwechseln die übernervösen Polizisten das Klatschen der Hände auf Leder mit einem Schuss. Die Ureinwohner gehen ganz in der Rolle der Ureinwohner auf und lassen sich mit Gummigeschossen niedermetzeln.

### Endlich, die große Abendgala. Die Kanzlerette hat ihre Raute wieder gefunden und ist immer noch dabei. Für wen sie eine Rose haben wird?

Eines ist klar, für Vladimir, den stärksten kleinen Mann der Welt, hat sie schon Mal keine.

### Dem heimischen Haselnussschnaps sei Dank, die Stimmung ist auf dem Gipfel. Als Obama und Angela Cowboy und Indianer spielen wollen, reicht es dem Hoteldirektor und er schickt die ganze Bande zum Zähneputzen.

### Im Schlafsaal ist immer noch die Hölle los. David Cameron zieht Hollande andauernd die Hose runter. Renzi und Obama kiffen auf dem schlosseigenen Plumpsklo und Angela heult vor Liebeskummer ihr Kissen nass. Plötzlich reißt der Hoteldirektor die Tür auf und sagt jetzt sei Schluss, sonst kommt der Taliban. Alle sind augenblicklich ruhig, nur Obama schiebt kurz Kifferparanoia bis ihm Renzi eine schallert.

### Frühsport mit dem Überraschungsstargast Edward Snowden. Er lädt zur Treibjagd. Wer ihn zuerst fängt, darf mit ihm zum Waterboarding.

### Dann passiert es. Im Blutrausch sticht sie zu. Simuliidae, die bayerische Kriebelmücke saugt an Obama. Dieser begibt sich umgehend in Behandlung beim Hotelarzt Dr. Müller Wohlfahrt.

### Noch mehr Gewalt. Mehrere Kühe haben sich vermuht, als eine auch noch mit Kot spritzt, greift die Polizei durch.

### Es fließen Abschiedstränen. Die G7-Freizeit ist zu Ende, die Kanzlerette hat zwar nicht eine Rose verteilt, trotzdem hat es allen Riesenspaß gemacht, auch wenn sich der blöde Snowden immer noch im Wald versteckt und keiner zum Waterboarden dürfte.

Abschließend sei gesagt: Die Spannung auf die zweite Ausgabe der Kanzlerette ist riesig.

Für alle, die draußen bleiben mussten, gibt es jetzt exklusiv die Gipfelmilch zum Nachbestellen. Produziert von teilnehmenden G7-Kühen zum Reinschmecken und dabei gewesen sein.

DADA geht’s lang – der erste Do-It-Yourself Lebensberater

© Illustration: bowie15 / 123RF Stockfoto

Einfach die hundertundein Wörter voller Tiefe und Weisheit ausdrucken, ausschneiden, in beliebiger Reihenfolge neu anordnen, lesen und Rat befolgen. Stimmt immer und macht 100 % glücklich. Bei Nichtgefallen kann ich auch nicht weiterhelfen.
Solltet Ihr das Bedürfnis nach Sofa, menschlicher Wärme und Einfühlungsvermögen haben, kopiert einfach Eure Lieblingswörter in Go#g#e Translater und lasst Euch die Wörter vorlesen.

Hier die Wörter zum Glück

Zweifel        leicht        schwer        Depression        verändern         befreien        Buddha buddhistisch        Leichtigkeit        durchkommen        wurschteln        Berater klein        groß        Dr.           Doktor         Streichholzschachtel         Schokolade        Samenkorn        Wende   Amok   Schwellenerlebnis          Ende    Anfang       Neubeginn     Restart            ganzheitlich                chinesisch      japanisch        panisch      Glück            Ich      Ja         nein    NEINNN      JAAAA              Mutter             Vater            ICH        Wert        Selbstwert     Handbuch      Yin    Yang              Freiheit           individuell        Kartenlegen        Sterne              Engel      Teufel             formatieren        Meditation      Kind         Grenzerfahrung          Körper             erleuchtet      Gesundheit    Schicksal         Mantra      vorbestimmt         selbstbestimmt              alternativ       Weisheit          hören               reinhören       Selbst              Du       Mensch            Welt          Perspektive       Methoden       Angst                Sorge           Lebe    Liebe                frei       Geist   Karma   astro  Weg Hinweis          Timeout              spirituell         Achtsamkeit  Stärke           Kant       lösen      auflösen           Aufstellung    abstellen         loslassen         Krise  direkt      Zufriedenheit               warm neu      finden       verstehen       aufwachen        schlafen

 

Deutschland liegt flach

Doch selbst in der Horizontalen ist der Deutsche produktiv. Denn er ist nicht nur hart wie Bierbauch, schnell wie SUV und zäh wie das Samstagabend TV-Programm, nein, sobald die Krankheit einmarschiert, heißt es: seit die Apotheke aufgemacht hat, wird zurückgeschossen.
Ist der Germane verschnupft, scheißt er auf die schwarze Null und trägt jede Haushaltsdisziplin zu Grabe. Die neuesten Techniken werden eingesetzt, es wird gesprüht, gelutscht, geschluckt, inhaliert, gewickelt, aufgefüllt, ausgeschwemmt, gestärkt, fit gemacht und sogar Nasen geduscht. Erst wenn die Rotzfahne in den Staub getreten ist, gibt der Schnupfenkrieger Ruhe. Wobei, Ärzte sagen ja, dass unter Medikamenten-Beschuss die Erkältung nach 14 Tagen fällt, ohne nach 2 Wochen. Es ist wie im echten Krieg, es gibt nur einen Gewinner: die pharmazeutische Waffenindustrie.

Ja, in der Ehe zwischen der Grippe und der deutschen Seele ist Zeit für eine Paartherapie. Denn wir Pommesfresser verbinden mit unserer Arbeit eine tiefe Hassliebe. Ist die alte Schlampe Arbeit da, nervt sie ohne Ende, liegt sie krankheitsbedingt flach, fehlt sie. Wir Sauerkrautler sind unsere Arbeit, in guten wie in schlechten Zeiten. Eine Krankheit greift nicht nur unsere Gesundheit an, sondern unser Selbstbild. Es gibt immer wieder gute deutsche Kartoffelgesichter, die nach zwei Wochen krankheitsbedingter Arbeitsabstinenz als Italiener oder sogar als Griechen auferstehen.

Wer diesem deutschen Wurstcase vorbeugen will, für den habe ich hier ein paar Tipps.

Machen Sie sich bewusst, dass selbst wenn Sie mit Husten flachliegen, Sie als Deutscher immer noch aktiv sind: im Abdrücken, Geld Abdrücken. Sie sind Bayer? Dann sind Sie diesbezüglich besonders vital. Sie sind nämlich zum einen der Geldscheißer für ganz Rest-Deutschland und zum anderen, mit allen anderen Deutschen, auch noch Haufenmacher für Europa, ach Quatsch, für die ganze Welt. Das schlägt natürlich auf die Verdauung und schwächt insgesamt die Abwehrkräfte. Aber dafür, spüren Sie selbst bei Krankheit Ihre Deutsche Seele. Außerdem können Sie sich dafür im Griechenlandurlaub was zurückholen und sich wie scheiße aufführen.

Ein weiterer Prophylaxe-Tipp. Egal, wie krank Sie sind, als Schnitzelfresser sind Sie immer Exportweltmeister. Ja, da spürt man doch den Deutschen Lebensraum oder? Exportieren Sie doch gleich mal was. Ja, warum nicht? Exportieren Sie sich ins Jenseits? Oder in den Süden? Denn wir sind ja auch noch Urlaubsweltmeister. Ja, am besten mitsamt dem Bett oder gleich die ganze Wohnung, ja, ab in den Süden.

Jetzt fühlen wir uns doch alle gleich besser, so als Doppelweltmeister. Und ab morgen geht es wieder in die Arbeit. Was? Sie fühlen sich doch noch nicht so gut? Ach soll Sie doch der Varoufakis holen.

Ihr Dr. Schitzo

 

Ich fast gleich aus!!!

Bum, Bum, Kawumm.

„Was? WAAAS? JA, IRRE LAUT HIER, BIN UNTERWEGS IM CLUB. MUSS BISSAL LAUTER SCHREIBEN.“

Bum, Bum, Kawumm.

„WAS? JA FASTER, LOUDER, SCHNELLER FIND ICH … WAS? ACH NICHT FASTER, SONDERN FASTEN. WAS? SEIT ASCHERMITTWOCH? SUPER MEIN LIEBER LESERFREUND. JA, TOLL, AHA, OK, JA BRINGST DU MIR EIN BIER MIT?

WAS? JA WEISS, DASS DU FASTEST, KANNST DIR JA EIN WASSER BESTELLEN UND MIR EIN BIER MITBRINGEN.

ACH GLAUBST, DU KÖNNTEST DER VERSUCHUNG NICHT WIDERSTEHEN? OK. JA, DANN SCHLIESS DICH MAL EIN IM SCHRANK UND MACH SCHÖN HEIL FASTEN.“

Bum, Bum, Bum, Bumba.

 „WAS? JA FASTEN, JA GESUND. WUSSTEST DU, DASS IN DEN 30IGERN ES IN DEUTSCHLAND SIEG HEIL FASTEN HIESS. HAHA.

WAS? JA, NEE HAST RECHT, SCHEISS WITZ.“

Bumba, Bumba, Bum, Bum.

„HOLST MIR JETZT EIN BIER? WAS? OK, DANN EBEN NICHT. KAPUTT FASTEN, DAS WÄRE DOCH VIEL LUSTIGER ALS HEILFASTEN. ROCKSTAR FASTEN, MIT BIO-GRAS UND KOKS AUS NACHHALTIGEM ANBAU. 

WAS? DROGEN-FASCHING GIBT ES BEI DIR SOWIESO NIE? SO UND WORAUF VERZICHTEST DU DANN … ACH AUF ALKOHOL.“

Bum, Bum, Bumba, Zink.

„HEY WOW, GUCK MAL DIE AN. MEINST DIE FASTET – FASTET IHN AN? HAHA. WAS? KOMM JETZT HÄTTEST DU FAST-EN GELACHT. WAS? NEE? WILLST NICHT DOCH LIEBER WAS TRINKEN?“

Bum, Bum, Bumba, Bum.

 „OH GOTT, NOCH ÜBER 30 TAGE … NEIN? SO NICHT ABGENOMMEN? SOGAR ZUGENOMMEN? WOW. DU ICH MACH MAL WAS SPANNENDES UND UNTERHALT MICH MIT DEN K.O.-TROPFEN-OPFERN. WAS? ICH BIN RUHIG, TOTAL RUHIG, ICH SCHREI NUR, WEIL ES SO LAUT HIER IST.“

Bum, Bum, Bumba, Bum.

 „WAS? DU GEHST JETZT AUCH WIEDER LAUFEN, JA? DANN LAUF DOCH MAL NACH HAUSE. ICH BEZAHL HIER EINTRITT UND INVESTIER MEIN ERSPARTES, UM BISSERL SPASS ZU HABEN. UND DU MIT DEINEM FASTEN ENTWERTEST DEN TEUER GEKAUFTEN ALKOHOL.“

Bum, Bum, Bumba, Bum.

 „WAS? WIR SIND FREUNDE? JA, LEIDER FASTE ICH GERADE. ICH VERZICHTE NOCH ÜBER 30 TAGE AUF DEINE FREUNDSCHAFT. WAS? JA, WIR SIND INSTANT FREUNDE, ALKOHOL AUFGIESSEN UND FERTIG IST DER KUMPEL. WAS? ICH REG MICH NICHT AUF. ICH DOCH NICHT. ACH, DU GEHST ZUR BAR? WAS? JA GENAU, EIN BIER. LESER, BIST DER BESTE.“

Mir San Fasching

In dieser Stadt ist die wilde Sause ein kaltes Lüftchen, keine Vielfalt nur Einfalt und Verkehr hast du höchsten mit der Polizei: kurz gesagt, hier auszujecken ist wie in Rio Schuhplattlern.

Außerdem werde ich im Fasching immer so nachdenklich. Nein, ich frage mich dann nicht, wie es der deutschen Volksleber geht, sondern in welchem Kostüm mich Gott nach dem Tod zurück auf die Karnevalsbühne des Lebens schicken wird?

Als Asterix oder als Obelix? Als Chaplin oder Hitler? Als König oder Knecht? Als Eintagsfliege oder Dauerbrenner?

Burner wäre Dauerbrenner. Da ist man richtig hot und lebt ewig. Der Tank ist nie leer, logisch, sonst wäre man ja ein Kurz- bis Mittelfristigbrenner. Aber vielleicht ist es auch öde? Immer voll Stoff geben. Muss man als Brenner nicht auch mal löschen? Neuste Studien zeigen, alle bekommen früher oder später Burnout.

Dann doch lieber Eintagsfliege. Dieses verdichtete Leben, fantastisch intensiv. Nur ein Tag, dann ist alles vorbei. Da fliegt man als Fliege nur im Hier und Jetzt, blickt mittags nicht auf morgens zurück und isst soviel Kot wie geht. Obwohl, vielleicht wird man auch undankbar und denkt sich nachmittags: Ja, danke Gott, du mich auch. Jetzt bin ich gerade angekommen, hab mich gerade erst ins Leben eingeflogen und nun bin ich auch schon wieder fast am rausfliegen? Was sagst du? Carpe Diem? Selber Carpe Diem, kannst mich gern’ haben, ich flieg jetzt vor den Fernseher und glotz mich tot. Doch oh Schreck, als ich los zappe gibt es nur einen Kanal – Karneval! Das macht mich ja immer nachdenklich. Was wenn ich keine Eintagsfliege wäre, sondern ein Typ im Bademantel in München?

Und plötzlich, ein dreifacher Tusch, heftiger Konfettiregen und tatarata: Ich bin der Typ im Bademantel in München. Wow, Gott kann zwar nerven, hat aber schon einiges drauf. Ich zerdrücke eine Eintagsfliege und denke dabei, dass die Dorfstadt mit Herz eigentlich das Epizentrum des Karnevals ist – außerhalb der närrischen Zeit.

Da gibt es zum Beispiel den Schickikarneval, die Job-Fasnacht oder den Bierfasching zur Wiesnzeit? Und lustige Narren gibt es auch zuhauf, wie den Ich-gehör-nach-Berlin-Narren oder den Ich-bin-zwar-alt-aber-immer-noch-jung-Jecken. Gerne verkleiden sich auch alle Erfolgsverwöhnten oder solche, die es werden wollen als eingefleischte Bayernfans.

Bei dieser hohen Faschingsdosis wird mir wieder so philosophisch und ich muss mich fragen: Als was wird mich die Arbeitsagentur nach meinem Job-Tod zurück auf die Karnevalsbühne der Münchner-Arbeitswelt schicken?

Egal, Hauptsache närrisch. München Alaaf.

Frohes Altjahr

Ja, ja, das neue Jahr ist nicht mehr das Frischeste. Da zeigen sich doch deutliche Gebrauchsspuren und der eine oder andere tiefere Kratzer wurde schon in den Lack reingelebt.

Hm, das neue Jahr ist eigentlich genau wie das alte. Die Arbeitsagentur schickt arbeitslose C-Promis in den Dschungel zur Insektendiät, nach Montag kommt Dienstag, nach Januar Februar, nach Euro die Krise, nach Frühling der Sommer, nach der Firmen-Wiesn ein Katertag, nach der Wiesn Winter und dann kann man auch schon mal überlegen, wo man die Vorsätze versenkt hat.

 

Ach doch, das eine oder andere tolle Update hat das Jahr 2015 schon zu bieten: zum Beispiel Kill and Distroy. Dazu treffen sich ehemalige Nachbarn und denken sich ein Unterscheidungsmerkmal aus (Nationalität, Hautfarbe, Religion, Schuhgröße, Augenfarbe, Mülltrenner vs. Nicht-Mülltrenner usw.). Anschließend schlägt man sich den Schädel ein. Ein Mordsspaß. Für zerstörte Städte gibt es Extrapunkte. Ob Zivilisten in die Wertung miteingehen, muss vor Spielbeginn ausgehandelt werden.

Ebenfalls ein neuer Style im Trend-Sortiment ist der Dschihad-Amoklauf. Da verpuppt man sich als Loser-Gansterrapper und schlüpft als Verlierer-Gotteskrieger. Super Geschichte. Anschließend ist der Schalter im Kopf von Bitches, Koks und Mudda ficken auf Allah, Jungfrauen und Kopfabschneiden umgelegt.

Und Unschuldigen den Kopf abschneiden, sie verbrennen, erschießen oder sonst aus dem Leben schaffen, das ist doch oberstes Gebot in jeder Weltreligion. Ehrlich, lest es nur nach in den heiligen Büchern. Schwör bei meiner Mudda oder Allah. Gut, außer vielleicht im Buddhismus, aber der läuft außer Konkurrenz. Die haben ja gar keinen richtigen Gott, sondern nur einen lachenden Dicken.

Egal, zurück zu den 2015 Updates. Tolles Retro-Tool aus der Vorwendezeit: Montagsdemos. Und weil die einen so doof sind und die anderen ihnen es sagen müssen, wie doof sie sind, gibt es die Montagsdemo jetzt auch im Westen. Das Gesundheitsministerium ist begeistert, weil die Deutschen gesünder leben: mehr an der frischen Luft und mehr Bewegung.

Deshalb gibt es jetzt bei euren Krankenkassen den Demo-Selbstbaukasten zum Bestellen. Themen- und schmissige Namensvorschläge sind im Set mitenthalten.

Gut, ansonsten kann man für die nächsten Neujahrs-Januare nur wünschen, dass der Klimawandel sich mal ein paar mehr PS leistet und tempomäßig einen Zacken oder meinetwegen auch einen Baum drauflegt.

Bis dahin heißt es für die Mission NEU Ruhe bewahren, in einer Kneipe seiner Wahl ein Bier bestellen, dann ein NEUES und die eine oder andere Veranstaltung hier auf MMA finden, besuchen und was NEUES erleben.

Frischgeschlüpfte Neujahrsgrüße

Euer Schitzo

MMA Jahresrückblick

Alle Münchner sind supererfolgreich und Supererfolgreiche kennen nur eine Blickrichtung: nach vorn, direkt in einen goldenen Horizont voller millionenschwerer Businessideen. Das ist eine tolle, Erfolg bringende Eigenschaft, macht Münchner aber für Jahresrückblicke völlig ungeeignet.
Doch keine Sorge. Da wir von MMA Erfolk mit K schreiben und eigentlich noch gar nicht aufrecht gehen können, schauen wir meistens nach unten – zum Beispiel in Kloschüsseln oder in die Abgründe unserer Leber oder eben tief ins Gedächtnis der Vergangenheit.

 

Und da es unser erster Jahresrückblick ist, fangen wir mit dem Erinnern a bisserl früher an.

Jahr 0, den 1.1. um 0:00 Uhr

Urknall – Riesenparty, aber auch Riesenlärm. Viele finden: das beste Silvester seit Anbeginn der Zeit. In München allerdings musste die Polizei mehrmals bei Gott  wegen Lärmbelästigung klingeln. Anschließend hatte Gott kein Bock mehr auf die Spießer und ist nach Berlin gezogen.

Jahr 1 nach Urknall irgendwann im Februar

Gott findet in Berlin keine Arbeit. Er lässt sich hängen, gerät an die falschen Leute. Als er einmal LSD nimmt, erschafft er Himmel und Erde und den ganzen anderen Kram. Anschließend wird er depressiv und lässt sich einweisen.

Jahr 1 nach Urknall irgendwann im März

Der Homo Bavarius wankt ins historische Bierzelt. Er schlüpft aus einem göttlichen LSD-Traum und gleitet völlig verstrahlt am Kottbuser Tor in die Welt. Seine ersten Worte: „Ja, Servus!“ sorgen dort für extreme Heiterkeit. Er ist sofort total sauer, packt seine Sachen und fährt mit dem Fernbus nach München.

Jahr 1 nach Urknall im April.

Gott ist raus aus der Anstalt und voller Tatendrank. Er nimmt sich ein Mamut-Projekt vor, größer als der Bau der Chinesischen Mauer oder die Erfindung der Zeit: Er lässt den Himmel über Bayern von Picasso und Van Gogh weiß-blau streichen. Van Gogh bekommt irgendwann Burnout und schneidet sich das Ohr ab.

Jahr 2 nach Urknall

Im Himmel der Bayern, dem Hackerzelt, beißt der Ur-Sepp in die Weißwurst der Erkenntnis und wird anschließend von den Securitys aus dem Paradies geschmissen. Erste Tat im Anschluss: Wiesnreservierung fürs nächste Jahr klarmachen.

Jahr 1023 nach Urknall und ein Jahr nach Moses

Christian Ude führt den Stamm der Bavariarier in einem 7er BMW aus dem Preußenland. Anschließend teilt Gott das Biermeer und lässt die Preußen in Hellem ersaufen.

Irgendwann zwischen Moses und Jesus

Der heilige Uli tauft in der Isar einen Mehmet, einen Titanen und einen Lodaaa zu echten unabwaschbaren FC Bayern und ewigen Fernsehexperten.

1687 nach Jesus

Der junger Metzgersohn Franz Josef aus der Schellingstraße entdeckt die Gesetzmäßigkeiten der bayerischen Politik. Die strauß‘schen Axiome bilden bis heute das Fundament der christlich sozialen demokratischen Diktatur.

Außerdem kaufte er den Franken für ein Kilo scharfen Senf das T ab. Ein Dausendsasser der Dyp.

Im Jahr 1825

König Ludwig komponiert im Liebeswahn für einen seiner strammen Stallburschen „Wir spielen Cowboy und Indianer“.

Im Jahr 2001

George Bush kämpft gegen die Achse des Schnösels und führt gegen den Willen Bayerns den Länderfinanzausgleich ein.

1.1.2014 / 0:01 Uhr

Es ist eine Minute nach Mitternacht und das Jahr 2014 ist genau eben diese eine Minute alt.

Ja, das war es eigentlich auch schon an Highlights im Jahr 2014. Oder, was fällt euch da noch so ein? Einfach in den Kommentaren ergänzen.

Neblig bis depressiv

Denn das Gemüt ist ein sehr wetterfühliger Geselle und wäre höchstens sehr verschnupft.
Klar, man kann das Gemüt einfach vor die Tür setzen und sich im Internet ein neues bestellen. Allerdings sind eigentlich alle schon bei der Lieferung defekt. Da kann man auch gleich sein altes behalten.
Auf keinen Fall sollte man mit seinem Gemüt einen Trinken gehen. Nur zu Beginn hellt sich die Stimmung auf. Mit jedem weiteren Drink kippt die Stimmung und das Gemüt wird einen weinend anschreien oder schreiend anweinen und am Ende die Lebensgeister aus der Kehle würgen.


Manche geben ihre Gemüter bei den anonymen Winterdepressiven ab. Da hocken dann zehn Depri-Gemüter im Kreis und ziehen sich gegenseitig runter. Das geht so lange, bis alle elendig im Emotionen-Ozean abgesoffen sind.

Am besten man lässt sein Gemüt in der tristen Winternebelstimmung gut durchziehen, verabreicht ihm eine hohe Dosis musikalischer Antidepressiva, lässt den lieben Gott einen bösen Mann sein und dann steht schon der Frühling auf der Matte.

Da kehrt das Gemüt beim Frühjahrsputz den Depri aus der Seele.

Verlieren in der Stadt der Gewinner  

Doch Moment. Glamour? Was ist denn mit 1860 München? Das München im Namen lässt stark vermuten, dass dieser Verein in der bayerischen Erfolgsstadt seinen grünen Rasen ausgerollt hat, genau wie der große FC Hollywood, der jedes Jahr, den einen oder anderen Fußball-Oscar in den weiß-blauen Himmel streckt.

Ist 1860 ein Projekt vom erfolglosen Rest von Fußballdeutschland, um das bayerische Siegergen zu beschmutzen? Nein! Ausgrabungen rund um das antike Grünwaldum Stadionum belegen: die Gründung des Vereins 1860 ist älter als die Brötchen-noch-aus-Holz Zeit und wird sogar noch vor die udische Regentschaft datiert.

In dieser Vor-Allianz-Arenischen Epoche gewann der Verein sogar eine Meisterschaft, und da die Germanen damals noch dem römischen Reich angehörten, welchem ebenfalls eigentlich ganz Europa angehörten, war dies das erste echte, wahre Double aus Deutschem Meister und Champions League.

Kommen wir von den Oldies zur Zukunftsmusik oder zumindest zurück ins Hier und Jetzt, in dem die 60iger leider immer wieder ihr blaues Wunder erleben. Denn alle zwei Wochen frühstücken in der Arena 11 Hamburger, Berliner oder auch Aalener – wo immer das liegt – 11 lauwarme Weißwürstchen und bekommen als Reiseproviant noch drei Punkte mit auf den Heimweg.

Der Löwe geht also immer leer aus, hat dementsprechend einen Bärenhunger und träumt bei Vollmond davon ein Vampirlöwe zu werden und alle Festgeldkonten von allen Säbener Straßen dieser Welt leer zu saugen und sich endlich satt zu trinken.

Wer Fan von diesem Verein ist, vom kleinen erfolglosen Bruder, der auf die schiefe Bahn geraten ist, der vom Ferrari träumt, aber MVV fährt, der sich Champagnerduschen wünscht, aber im Marktstadl Löwenbräu trinkt, der Siege feiern und Kohle scheffeln will und doch nur jede Woche Trainer feuert, der hat sich dieses Schicksal meistens nicht freiwillig ausgesucht, sondern vom Vater dieses schwere Los geerbt. Man ist ja auch nicht Fan von Herzinfarkten, Lokalverboten oder dem Berliner Flughafen.

Ja, 1860, ein Verein, so knallhart erfolglos wie unser aller Leben. Eigentlich ganz sympathisch, fast zum Verlieben. Verlieren wir alle doch unser Herz an diesen Löwen im Grauenmauskostüm. Und das nicht nur, weil verlieren lernen, siegen lernen heißt.

Weihnachten, das Fest der Liebe? Von wegen!

In diesen drei Tagen werden Ehen geschieden, Kinder enterbt, Männer vergiftet, Opas im Moor vergessen und Alkoholiker werden rückfällig.

Ja, Weihnachten ist die Todeszone, die höchste Terrorstufe des Lebens. Dagegen ist ein Abend mit Hooligans der reinste Wellness-Urlaub.

In der Armageddon-Vorweihnachtszeit tritt man am 24. zum Endkampf mit Kreditkarte und Plastiktüte gegen den Weihnachtsmann persönlich an. Alle anderen Kaufzombies hat man die Tage zuvor schon ein Smartphone ins Herz gerammt oder mit geweihtem Arschteuer-Parfüm in Staub verwandelt.

Politiker entrüsten sich jedes Jahr aufs Neue über diese grausamen Weihnachtsrituale. Wörter wie Menschenversuch stehen im festlich geschmückten Raum und die Kanzlerin sieht sogar die Kuschelzone Deutschland in Gefahr.

Doch keine Panik auf der MS Weihnachten.

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Mit unseren Weihnachtsgeschenkideen werden wir  euch hier, auf Facebook , per Brief und im persönlichem Gespräch die nächsten Tage beglücken. Oder beschenkt euch einfach selbst und gewinnt tolle Sachen bei uns im MMA-Adventskalender.

 


 

MMA-Geschenkidee #1: Macht Eure Geschenke einfach selbst! Bedruckt dazu T-Shirts, Taschen, Weihnachtskarten und vieles mehr. Möglich ist das bei einem Siebdruckkurs in der super schönen Silberfabrik in Haidhausen! Die ersten fünf Buchungen, die „MMA-Weihnachtsgaudi“ dazusagen, bekommen 10% Rabatt!!! Mehr dazu auch hier:Druck Mal Anders

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© Dackel „Waldi“ by Sophia Dei | Instagramchannel: http://instagram.com/phia88

 

MMA-Geschenkidee #2: Schlichtes, anspruchsvolles Design nach der Maxime „Jung Frei Leben“ gibt’s beim jungen Münchener Label New Bav. Wir verlosen übrigens unter allen Shares, Likes und Kommentaren auf Facebook einen Shop-Gutschein im Wert von 50 €!!! 

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MMA-Geschenktipp #3: Es wird immer stressiger in der Stadt. Daher sind unsere heutigen Geschenkideen ganz gemütlich vom Sofa aus bestellbar. Unter allen „Gefällt mir-Angaben“, Kommentaren auf Facebook  verschenken wir 3 Hating Munich-Jutebeutel!!!

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MMA-Geschenktipp #4: Kleiner Geschenktipp für zwischendurch. Auch super als Wichtelgeschenk für boaznaffine Arbeitskollegen oder Spezls. Der dritte Band ist wirklich wieder super geschrieben und hat zudem eine schöne Altstadt- Isarvorstadt Boaznkarte drin. Weiter so, Herr Bildhauer! Hier geht’s zum Boaznguide: Munich Boazn Band 3

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MMA-Geschenktipp #5: Auch immer wieder ein nettes Weihnachtsgeschenk – der Zefix-Wandkalender der Süddeutschen Zeitung. Hier geht‘ zum Kalender: Zefix 2015

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MMA-Geschenktipp #6:
Hol dir ein Stück München ins Wohnzimmer. Die Münchener Kultserien sind super Weihnachtsgeschenke und auch für die kalten Tage eine entspannte Beschäftigung . Hier findest du Münchens Kultserien: Die besten München Serien.

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MMA-Geschenktipp #7:
Tolle Shirts, Hoodys und andere Artikel von 
IVXO l Bavarian Couture, die aus Liebe zur Heimat und zur Mode schöne Designs und lustige Sprüche auf Textilien zaubern. Mehr dazu hier: IVXO – Aus Liebe zur Mode und zur Heimat

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