Immer wieder Montags bei Schitzo in der Agentur…

Immer wieder Montags bei Schitzo in der Agentur…

Frank Schitzo, Werber, Musiker, Chaot und Tennisspieler berichtet in unserer Kolumne von seinem Leben im Münchner Norden. Heute erzählt er uns, wie es montags in der Agentur so ist.

Es ist kurz vor null Bock und die Motivation ist seit Stunden nur mal kurz Zigaretten holen. Und warum? Weil Montag ist. Da ahnt man, wie kurz das Leben ist und vor allem wie lang fünf Arbeitstage sind. Gerne wird das Thema dann mal von der grundsätzlichen Seite behandelt. Ist es das, was ich will? Hatte ich nicht mal Träume? Newsletter und Regalwobbler als Aufgabe für den Rest des Lebens? Ja, liebe Kreative so schaut es aus. Augen auf bei der Berufswahl.
Und Kopf hoch, ab Mittwoch besteht der Rest des Lebens nur noch aus zwei Arbeitstagen bis zum Wochenende und spätestens am Freitag wird jede Grundsätzlichkeit in Alkohol aufgelöst oder zumindest bis Montag konserviert. Ja, ja der ewige Kreislauf des Arbeitslebens.

Außerdem ist man nicht allein mit seinen Montagsdepressionen. Grundsätzlich unterscheidet sich die Stimmung in den gesamten Agenturen am Montag nicht von anderen Institutionen der Arbeitswelt: absolut mies trifft es ganz gut, eine Beerdigung geht im Vergleich als ausgelassene Veranstaltung durch.

Doch zum Glück gibt es Meetings, bei denen sich die Flüchtlinge der Montagsdepression solidarisch zeigen und sich gegenseitig ins Boot holen. Danach ist man zwar um keinen Deut schlauer, aber die Aussicht gemeinsam Meilensteine der Werbegeschichte umzusetzen, gibt einem irgendwie das Gefühl, etwas Sinn…ach was weiß ich denn?

Kreative haben auch die Möglichkeit ihr Blue-Monday-Gefühl weg zu rauchen. Einfach in die Cafeteria hocken und losgeraucht! Das Tolle, der Chef kann einfach nur dasitzen nicht von tatsächlicher Arbeit unterscheiden. Außerdem wird durch das Rauchen mit etwas Glück die Lebenszeit verkürzt, wodurch die Anzahl der noch zu bewältigenden Montage sinkt.

Also immer dran denken, Montag ist nicht aller Tage Abend, wenn es gar nicht mehr geht, einfach mal Eine anzünden und glücklich versonnen den Warnhinweis betrachten und sich in eine bessere Welt träumen.

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 Veröffentlicht von…
Frank Schitzo
Klaus Palermo bei Google+ | veröffentlicht am 14. September 2014
Frank Schitzo

Über Frank Schitzo

Frank Schitzo ist unser schitzofranke SingerSongerWriter, der u.a. mit dem Kunstprojekt Hartzbuben durch die Münchener Bars zieht. Er fotografiert, schreibt, spielt Gitarre, kurz ein Kunstwichser und ist bekennender Feind der Kapitalismus-Diktatur, obwohl er in dessen Propagandaministeriums seine Brötchen verdient.

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