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Palermo

Über Palermo

... unser seit 12 Jahren eingemünchnerte Allgäuer ist nicht nur einer der Mitbegründer von MMA, sondern auch ein gewieftes Trüffelschweinchen in Sachen Freizeit mal anders. Gut vernetzt im Münchener Nachtleben kennt er die meisten Clubs, die neuesten Bars und Restaurants der Stadt.

Open Airs München – Eine kritische Betrachtung

Die Sonnenstrahlen treiben Frühlings- und frühsommerlichen Gefühle in die teilweise über den Winter angedickelten Körper und sorgen für Endorphinausschüttung und Tanzdrang.

Gut, dass dieser Drang seit geraumer Zeit auch mitten am Tag, unter strahlendem Sonnenschein und guter Musik bei Münchens Open Air Veranstaltungen befriedet werden kann.  Gab es vor einigen Jahren nur eine handvoll Veranstalter (wir berichteten -> Open Airs unter Münchens buntem Himmel), so ist die Anzahl der tanzbeschwingten Vergnügungsoptionen immens gestiegen.

Das kann man nun so oder so sehen – Einerseits ist es natürlich sehr schön, eine große Auswahl an Open Air Veranstaltungen zu haben und so  nach persönlichem Gusto die dementsprechende Feierlokation auszuwählen. Andererseits  sind dies Indizes für ein florierendes, mitunter knallhartes wirtschaftliches Geschäft.

Die früher als subkulturell angehauchte Nischenveranstaltungen mit einer überschaubaren Veranstaltungs- und Teilnehmeranzahl, welche sich zu illegalen Partys in verlassenen U-Bahnkatakomben, Brachen oder unter Brücken, versammelt haben, um dort ihrem Sound (meist  Drum n Bass) zu frönen, sind schon lange vorbei. Nun hat auch noch die Freizeitindustrie diesen Trend aufgeschnappt und drückt selbst in die vermeintlichen Szenen.

‚Money rules‘ gilt leider auch in diesem Segment – So gibt es findige Geschäftsleute und PR-Menschen, die sich die Gage von großen und sicherlich auch guten Künstlern locker leisten können, und so irgendwelche Open Airs aus dem Nichts stampfen. Dort ist oft der Reiz der Abgrenzung – einer Distinktion, die für die Entstehung und Bindung jeder Szene ausschlaggebend ist, mehr als gefährdet. Vielmehr noch, zerstören diese „Großveranstaltungen“  die ‚Blah Blah Sommer Sonne Gute Laune, Seifenblasen Rooftop XY Raves‘ die ‚wirkliche‘ Sippschaft.  So verwundert es nicht, dass es mittlerweile auch Open Airs von Münchener Edel- und 0815 Clubs gibt. Bald gibt’s bestimmt den CSUnion Move.

Aber machen wir uns nix vor – So ist es immer, wenn Nische Trend und Trend Kommerz wird. Ähnlich ergeht es auch den vermeintlichen Kultclubs und Veranstaltungen in Deutschlands Partystadt Berlin. In München erfolgt dies auf einem viel kleineren  Niveau, was aber in Anbetracht der von der Vergnügungsindustrie anvisierten kleinen ‚Zielgruppe‘ massiv erscheint.

Die letztliche Konsequenz ist, dass man einfach den Überblick und die Lust an der unbeschwerten Feierei verlieren kann, da man nun nicht mehr unterscheiden kann, wer hinter den Veranstaltungen wirklich steckt. Sind das kleine Künstlerkollektive wie die Hinterhof-Crew oder der Wanndarcircus, die dies aus Idealismus und Kunstbedürfnis tun? Oder stecken da gar große Firmen der Getränke- oder Kommunikationsbranche dahinter? Bei diesen Events kann man ziemlich schnell enttäuscht werden, auch wenn der Lieblings DJ XY dort als Headliner auftritt.

So wie wir das einschätzten gibt es drei unterschiedliche Typen von Open Air Veranstaltungen:

Die OPEN AIR TYPEN IN MÜNCHEN

Die schwer einzuschätzenden Open Airs

Die Masche mancher, meist unbekannter oder im Hintergrund agierender Veranstalter, ist es, mittels Ticketvorverkauf erst mal ordentlich ‚Cash generieren‘, um dann gefragte DJs und Locations buchen zu können. Das Lineup wird bei diesen Veranstaltungen dann vom Super Suprise Line Up und Location nach und nach um die Headliner ergänzt. Wenn dann die Super Top Secret Location sich als alteingesessener Club mit Open Air-Bereich entpuppt, ist die Enttäuschung oft groß. Auch große Firmen stecken ab und an hinter diesen Veranstaltungen. Man kann aber auch gegenteilig überrascht werden.

Die Mega Massenraves

Dann gibt es Mittel- bis Großveranstaltungen, die bzgl. ihrer Kommerzialisierung keinen Hehl daraus machen und regelmäßig auf der Galopprennbahn in Riem oder auch u.a. an der Praterinsel ihre Festchen abhalten. Da weiß man wenigstens, was einen erwartet und kann sich auch auf das Publikum einstellen. Das versprochene Lineup taucht meistens auf, man bekommt evtl. eine indische Farbdusche ins Gesicht und man fühlt sich manchmal wie auf einem Konzert oder einem organisierten Massenevent.

Mit viel Detail und Liebe Open Airs

Es gibt sie aber immer noch, die kleinen aber feinen (un)kommerziellen Open Air Veranstaltungen in teilweise spektakulären Locations, wie Waldlichtungen oder unter Eisenbahnbrücken. Da diese nicht alle angemeldet sind, gibt es kaum Werbung.  Man muss einfach die Augen und Ohren offen halten und sich überraschen lassen oder die meist handgemachte Deko bei solchen Open Airs genauer anschauen.

Da wir von München Mal Anders (noch) nicht jede Veranstaltung kennen, werden sicher auch auf unserer Seite das ein- oder andere vielleicht zu kommerzielles Event auftauchen. Dennoch haben wir eine feste Richtung und ein Credo, euch möglich jenseits des kommerziellen Wahnsinns zu bespaßen. Aber auch auf dem größten Kommerz-Event kann man ja u.U. auch Spaß haben. Es liegt viel an der subjektiven Stimmung und an den Leuten mit denen man feiern geht.

Kommt halt immer darauf an, was man erwartet. Man sollte evtl. bewusster die Veranstaltungen auswählen und nicht jedem Kalkbrennerverschnitt in der Mega-Secretlocation hinterher rennen, um großen Enttäuschungen vorzubeugen und kleine Schmuckstücke zu finden.

Hier haben wir euch mal ein paar uns mehr oder weniger bekannte – auch kommmerziellere Open Airs aufgelistet:

Das Wannda Circus Open Air, die Hinterhof Raves, Veranstaltungen vom Veto Kollektiv, Back to the Woods, Schall im Schilf,  KONTA OPEN AIRS, die Sommerwiese Veranstaltungen, Sonntags Raves, Grüne Sonne Open Air, Open Air am Garchinger See, Rave Autonomica, einige Veranstaltungen in der Storchenburg, Circo Loco in der Villa Flora, die Bob Beaman Garten Events und natürlich xxxxx, xxxx und xxxx …:)

Weitere Aktuelle Openairs findet ihr hier immer hier  -> Open Airs in München
Bitte ergänzt die Veranstaltungen und berichtet uns, ob diese was taugen.
Wir freuen uns über euren Input!

 

Einige Impressionen zu München Open Airs der letzten Jahre

 

 

 

 

Wannda Circus 2017 – Wenn nicht jetzt, Wanndann? Münchens Open-Air-Szene hat einen Zugewinn!

Nach der Maxime ♛ Wenn nicht jetzt, Wannda´nn? ♛ startet der „Wannda Circus- nicht Wanderzirkus“ mit einem Open-Airs der Extraklasse.
„Manege frei“ –  hieß es  erstmals 2013, als am  20. April die Münchener „Open-Air-Saison“ mit Pauken und Trompeten im Wannda Zirkuszelt  eingeläutet wurde. Das bunte Line-up von Lokalpatrioten, wie MITCH JANY von den Träumern und FAULCHEN FÄNTHER bis hin zur Berliner Katermukke mit KOTELETT & ZADAK war schon beim ersten Wannda Open Air phänomenal.
Hinter „Wannda“ stecken elf junge, kreative, ausgeflippte Köpfe die Liebe fürs Detail haben und sich somit von den teilweise lieblosen Open-Airs absetzen.

Das Wanndateam baut und dekoriert mehrmals im Jahr an wechselnden Locations eine Fantasiewelt, in die man bei den Open Airs und mittlerweile auch anderen Veranstaltungen, eintauchen und sich treiben lassen kann. Die Raves starten in der Regel schon 12 Uhr Mittags und gehen bis tief in die Nacht.

Wir halten euch von Anfang an auf dem Laufenden und geben euch alles Infos zum wanndabarsten Wannda Circus on the planet 😉

♛ Aktuelles – Wannda Circus 2017 

Bald ist es wieder soweit!!! Am 08. April öffnet der Wannda Circus wieder seine Tore und empfängt Münchens Paradiesvögel mit viel Glimbims und fantastischer Musik. Mit in der Manege sind u.a. die phänomenale Martha van Straten, Das Kontrukt und  der fantastische 959er. Mehr zum Opening 2017 hier Wannda Circus Opening

♛ Aktuelles – Wannda Circus 2016 

Die Wanndas haben ihr Sommerquartier aufgeschlagen und verzaubern ihre Besucher wieder in Freimann – in der wie wir finden schönsten Wanndalocation. Nach einem Einstand mit Blitz und Donner geht’s nun am 20.08.2016 in die dritte Runde mit fantastischen Künstlern, wie SOUKIE & WINDISH, Mimi Love, Mila Stern, Rocko Garoni u.v.a. Mehr zu dem buntesten Freudenfest Münchens hier -> Wannda 2016 – Closing Party
Wannda Circus 2016 August

 

 

 

 

 

Was gibt es schöneres als am Nachmittag bei strahlendem Sonnenschein zu feiern!


 

Der Wannda Circus geht auch 2016 weiter, wird bunter lauter und immer schöner. Am Samstag den 16.04.2016 gastiert der Wannda Circus im Schlachthofviertel beim Bahnwärter Thiel. Dann wanndat der Zirkus bald wieder weiter ins Grüne. Wir halten euch auf dem Laufenden. Hierr findet ihr mehr Infos zum aktuellen Wannda Zirkus

wannda circus 2016

♛ Aktuelles – 2015 

Die Wanndas haben wohl wieder eine neue Bleibe für den Sommer gefunden. Nachdem die Location im Schlachthof ein leider sehr kurzes, auch nasses aber wunderschönes und intensives Erlebnis war, ist die neue Destination wohl so grün, wie nie zuvor – So viel darf schon verraten werden. Auch der erste Open Air Termin steht mit dem 06. Juni schon fest. Wir können es kaum erwarten!!! Mehr dazu findet ihr hier -> Wannda Circus Open Air 2015

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Um den ersten Mai 2015 gastiert der Wanndacircus im alten Viehof des Schlachthofviertels und veranstaltet neben den fantastischem Open Air auch andere tolle Veranstaltungen. So gibt es beispielsweise einen veganen Foodmarkt, den KrimsKramsflohmarkt, Theater und andere Performances.

Hier seht ihr alle Veranstaltungen auf einen Blick -> Wannda Circus im Schlachthof
Tickets für die Wannda Events findet ihr hier ->  Wanndatickets

Wanndas neues zuhause

♛ Hier ein paar Rückblicke – Eine Wanndachronik 

So war der zweite Wannda Circus 2014
Es war wieder mal grandios! Die Wanndas übertreffen sich von Mal zu Mal. Jongleure trafen auf Stelzenmenschen, Akrobaten seilten sich von der Zirkuszeltdecke ab, und die Jungs von 3000Grad heizten der euphorischen Feiermeute ordentlich ein. Den ein- oder andere „Gänsehautmoment“ gab es schon Nachmittags im Zelt. Auch auf dem zweiten kleinen Floor, auf dem hauptsächlich die Wanndaresidents auflegten, war Einiges geboten.
Alles in Allem war es ein buntes wildes Fest, das nach baldiger Wiederholung schreit. Wir halten euch auf jeden Fall auf dem Laufenden, wann es dann wieder heißt “ Manege frei, wenn nicht jetzt, wann‘ dann.

Da Bilder bekannterweise mehr als Tausend Worte sagen, findet ihr hier die Bilder vom zweiten Wannda Circus 2014: Impressionen aus dem Wanndaland

Alle Gute Dinge sind Drei: Wannda*s dritter Streich 2014

Am Samstag, den 02.08.2014 findet das diesjährig letzte Wannda Circus Open Air auf dem Gelände in Fröttmanning statt. Auch diesmal fahren die Wanndasleut wiedermal ein fantastisches Lineup auf und werden euch mit der ein- oder anderen Überraschung verzaubern – So viel darf gesagt sein – Es wird bunt und sehr heiß! Diesmal sind mit von der Partie, keine geringeren als Madmotormiquel und Chris Schwarzwälder von URSL, den Bachstelzen, Rampue von Dantze aus Berlin und vielen mehr…

✩✩ TIMETABLE ✩✩

Im Zelt
14:00-15:30 Der zweite Ton
15:30-16:30 Mitch Jany
16:30-17:30 rampue live
17:30-19:00 Pech & Schwefel
19:00-20:30 Madmotormiquel
20:30-22:00 Chris Schwarzwälder
22:00-00:30 Rocko Garoni
00:30-03:30 Tummetott
03:30-06:00 All Stars

Open Air
16:00-17:00 Heiterbisulkig
17:00-18:30 Moe & Joe
18:30-20:30 Damnitdisco
20:30-22:00 Julian Winstel
22:00-23:30 Mitch Jany

Mehr Infos zum Events und Ticketverkauf findet ihr hier:  Wannda Circus III
Zum Ticketverkauf gehts hier: Wanndatickets
Tickets zu gewinnen -> MMA-Gästelistengewinnspiel

Wannda*s zweiter Streich 2014

So Freunde, Fans und Liebhaber des Wannda Circus. Das nächste Kunststück ist vollbracht. Der zweite Wannda Circus 2014 kommt mit einem Wahnsinns-Lineup und wird euch am Samstag, den 14.06.2014 verzaubern und in seinen Bann ziehen. Mit in der Manege sind alte Bekannte , wie BE SVENDSEN, Pech & Schwefel oder Tiefgeist. Aber auch neue Sound-Artisten und Klang-Akrobaten werden das junge Gelände ordentlich bespielen – Ganz besonders freuen können wir uns da auf die Wanndaneulinge MOLLONO.BASS und Kombinat 100!! Auch die Seilakrobaten Aerialistik Arts, die Stelzenriege Magic in Motion und BOBabachzehnuhr werden euch wieder verzaubern. Es wird wieder wanndabar!

Mehr Infos zum Events und Ticketverkauf findet ihr hier:  Wannda Circus II
Zum Ticketverkauf gehts hier: Wanndatickets

Wannda*s erster Streich 2014

Endlich haben die Wanndasleut ein neues Zuhause gefunden. Nach langem Suchen und Verhandeln lässt sich der Zirkus dieses Jahr auf einem Gelände im Münchner Norden bei Fröttmaning nieder.  Sie haben das Gelände von der Stadt München gepachtet und werden auch dieses Jahr wieder mit Open Airs, Flohmärkten und anderen Kunst- und Kulturveranstaltungen aufwarten.
Start für die Wannda Open Air Saison 2014 ist am Samstag, den 03. Mai ab 14 Uhr. Da heißt es dann, Manege frei für Artisten, Akrobaten und Musikanten. Erstmals mit dabei ist der Elektroakrobat Dirty Doering, der u.a. aus der Berliner Bar 25 bekannt ist und in München vor gut zwei Jahren beim ersten größeren Rave Autonomica die Feiermeute in der Villa Flora verzaubert hat. Auch mit von der Partie sind THE JOY BOYS, die man eher aus dem Kater Holzig und dem Sisyphos in Berlin als aus München kennt… Wir sind gespannt, freuen uns unglaublich auf die Münchener Open Air Saison 2014 und besonders auf die Wanndacircus-Veranstaltungen.

Mehr Infos zum aktuellen Open Air findet ihr hier: Wanndacircus Open Air 2014

Tickets zu gewinnen: Hier -> München mal anders

Wannda-Circus-Timetable

Impressionen zum Wanndaland:

 

Rückblick – Die Entstehung des Wanndacircus – Die Wanndachronik

 

Vergangene Veranstaltungen:

Wann: 27. Juli 2013, 12 – 22 Uhr, 22- 6 Uhr (Pathos)
Wo: Nähe Leonrodplatz
Eintritt: 8 bzw. 16€ mit freiem Eintritt fürs Pathos

Lineup: Rocko Garnoni (Mischpoke, Berlin), Roche Dadier (Indigo Aera Records), Be Svendsen  (3000/ Acker Records, Dänemark), Traumfabrik (Ton liebt KLang, Erfurt), Tony Casanova (Berlin) und viele mehr
Tickets und weitere Infos hier:  Wannda Circus

Wann: 15. Juni 2013, 12 – 22 Uhr
Wo: Nähe Leonrodplatz
Eintritt: 12 bzw. 14€ mit freiem Eintritt fürs Pathos

Lineup: MIRA (BAR25), REDROBIN (KATER HOLZIG), FAULCHEN FÄNTHER, TIEFGEIST, BOB DER BÄR, TONIO BARRIENTOS

Tickets und weitere Infos hier:  Wannda Circus

 Wann: 25. Mai 2013, 12 – ca. 22 Uhr
Wo: Nähe Leonrodplatz
Eintritt: 12 € inkl. Public Viewing im Wannda-Biergarten zum Championsleaguefinale.

Wannda Open Air -Die Erste

Wann: 20.April 2013, 12 – 22 Uhr
Wo: Nähe Leonrodplatz
Eintritt: 16 € mit freiem Eintritt für das Harry Klein
Und so wars: Wanda-Erlebnisberichte

 

München Mal Anders meets munchies

In diesem Teil geht es nach einem kleinen Abstecher zum Schloss Neuschwanstein nach München. Alles steht dabei unter dem königlichen Stern vom Kini.
Sven Katmandu zaubert die Leibspeisen von Ludwig für deren Zutaten erst mal auf dem Vuktualienmarkt geshopped wird. Einen royalen Absacker gibt’s dann bei Günter in kultigen Bar Roy.

Auf den Spuren von König Ludwig

Nach einem Besuch in einem Kloster bei der ‚bierbrauenden Nonne‘, geht’s in diesem Teil wieder nach München, wo’s im Café Frischhut guade Auszogene, dann geschmackvolles Craft-Beer von der Crew Republic gibt, bevor es dann auf eine kleine Boazntour geht.
Mit von der feuchtfröhlichen Partie sind Winni von der Wurstkuchl, Olaf vom Johannis Cafe und natürlich Bobbie vom ehemaligen Heiliggeiststüberl. Also Prost!

‚BOOZIN‘ – BOAZN-ACTION

Mehr vom munchies Guide to Bavaria findet ihr hier:
munchies guide to bavaria

 

14 Dinge an denen man erkennt, dass du ein Wiesntourist bist

14 Dinge an denen man erkennt, dass du ein Wiesntourist bist

Du versuchst telefonisch einen Tisch zu reservieren

Du kommst am zweiten Wiesnwochenende und wunderst Dich, wenn Dich die Carabinieri kontrolliert

Du stehst um halb sieben in der früh vor dem Schottenhammel und bist schon total betrunken

Du denkst, dass 50 € für den Wiesntag locker reichen

Da hast weiße Sneakers zur Lederen an

Du trägst die  Dirndlschleife auf der falschen Seite und wunderst Dich warum dich niemand anmacht.

Du siezt dein Gegenüber am Biertisch

Nach dem Reservierungswechsel stehst Du auf einmal vor dem Zelt

Das Weißbierkarussel ist dein Lieblingsfahrgeschäft

Du freust dich schon richtig auf den Wiesnafterclub

Für ein Nickerchen legst du dich schnell hinter der Bavaria ab

Du isst nach der Wiesn beim McDonald’s am Goetheplatz

Du wartest auf ein Taxi in der Lindwurmstrasse

Du bist im Nymphenburger Sektzelt


Du zapfst so das Bier für die ‚Pre-Wiesnparty‘

Wannda Open Air Closing 2015

Und sie mit einem weiteren wunderschönen Gelände beschenkt. Umso trauriger sind die Wanndasleut, dass diese Zeit nun zu Ende geht. Aber bevor es soweit ist und sie wie jeden Winter vor einer ungewissen Zukunft stehen, wollen sie noch einmal gemeinsam den unvergleichlichen und unvergesslichen Wannda Circus 2015 feiern!

Start: Samstag den 15.08. ab 14 Uhr

Tickets hier: Wanndatickets

MMA- Gästeliste: Wir haben 3×2 Gästelistenplätze für das letzte Wannda Open Air 2015. Einfach auf Facebook liken, teilen und kommentieren, warum ihr da unbedingt hin müsst -> ZUM GEWINNSPIEL

Geladene Gäste:

ELLIVER I KaterBlau I Berlin

DAVE DINGER I Bachstelzen I Berlin

UPERCENT I Sincopat I Snatch! I Valencia

KALIPO I antime | audiolith I Berlin

TUMMETOTT l WANNDA l Berlin

PECH&SCHWEFEL
(CHEWI NATION+FAULCHEN FÄNTHER)| Wannda | manges I München

TIEFGEIST | Sunset Recordings | Wannda | München

ROLAND RÖMER | Ton lieb Klang | Wannda | München
https://soundcloud.com/lasar

959er I Sowasvon I Grenzfrequenz I München

DAS KONSTRUKT | WANNDA I München
http://www.mixcloud.com/das-konstrukt/

WALTER WOLFF l Pappenheim l Pušenje Ubija

MORITZ BUTSCHEK & FELIX ADAM l Gomma l twoinarow l München

MONTY l tuffrubber l München

TIGERKID l Ohne Worte l München

TABLEHOPPER | Wanndazauberer | München
http://www.tablehopper.de/

AERIALISTIK ARTSI Vertikal Seiltänzer I Wannda
https://www.facebook.com/aerialistik?fref=ts

MAGIC IN MOTION I Performance I München
http://www.magicinmotion.eu/

ADRIAN WANNDALIST der Goldenemann

DANNY BEUERBACH aka das tanzende Schneiderlein
„mit 3 Frisen auf einem Streich“
https://www.facebook.com/NMS089

YOGA mit Tan Yay und Samira
18:00 Uhr
Yogamatten sind vor Ort

Dekoration I Kostüme by Wanndaelfen

Schminkelfen I Wannda

 

Burlesque Republic München – Eine visuelle Liebeserklärung

© Foto: Coverbild by Verena Gremmer

Verena ist dem Burlesque schon länger verfallen. Gepackt hat sie diese glitzernde, farbenfrohe Leidenschaft, als sie vor ca. 6 Jahren ziemlich zufällig in einen  Burlesque Workshop  reingerutscht ist.
Anschließend hat die diplomierte  Kommunikationsdesignerin ihre Faszination mit ihrem Beruf zusammengebracht und sich an das Projekt ‚Burlesque Republic’ gemacht. Mit ‚Burlesque Republic‘ hat Verena eine visuelle Hommage an Deutschlands beste Burlesquekünstler in Form eines Bildbandes geschaffen.

Da die Bühnen und Veranstaltungen sich über ganz Deutschland verteilen und Verena das Ganze unter Eigenregie ohne Verlagsunterstützung initiiert hat, war es sowohl  logistisch als auch finanziell ein sehr aufwendiges Unterfangen.

So  steckt unglaublich viel Liebe, Herzblut und Arbeit in ihrem Buch. Letztlich hat es vier Jahre gedauert, bis der teils durch Crowdfounding finanzierte, Bildband fertig gestellt wurde. In dem Bildband sind 48 Künstler in Aktion und auch im Privaten abgebildet. Zudem gibt es eine Einführung zum Thema Burlesque, eine Auflistung der besten Deutschen Burlesqueveranstaltungen und auch einen kleinen Einblick hinter die Bühnen.

Erhältlich ist der wundervolle Bildband bei Amazon -> http://amzn.to/1G5RaIP Link oder bei Verena auf der Webseite -> Verena Gremmers Burlesque Rebublic

Hier bekommt ihr einen kleinen Einblick:

Doch auch nach der Publikation von Burlesque Republic ist das glitzernde Abenteuer für Verena noch lange nicht vorbei. Mittlerweile betreibt sie einen Blog -> https://burlesqueinmuenchen.wordpress.com  und ist selbst als Veranstalter und Performer unterwegs. Ihre nächste Glitterama Show findet ihr hier -> Glitterama in München

Mehr zum Thema Burlesque in München findet ihr auch hier -> Glitter, Glitzer und Chichi in München

15 Dinge an denen man erkennt, dass du ein Zuagroaster bist

15 Dinge an denen man erkennt, dass du ein Zuagroaster bist

Weißwurst gibt’s für Dich auch nach 12 Uhr

Du bestellst im Biergarten ein Pils

DU SAGST ‘OKTOBERFEST’

Du trägst Landhausmode auf der Wiesn

Du führst Deinen Besuch ins Hofbräuhaus

Du denkst, dass der Englische Garten hinterm Kleinhesseloher See aufhört

Das ‚V‘ bei Viktualienmarkt sprichst du als ‚W‘

Du denkst der alte Peter ist ein älterer Herr

Du fährst am Samstag mit dem Auto in die Innenstadt

Du fährst zum Boarden nach Garmisch und zum Baden an den Starnberger See

Der Kunstpark Ost ist deine Feierbanane

Das Sunshine ist für Dich ein Sonnenstudio

Du fragst am Karlsplatz wo der Stachus ist

Du triffst dich an der Mariensäule und nicht am Fischbrunnen

DEIN JÄHRLICHER BIERKONSUM LIEGT UNTER 50 LITER

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Illustrationen by:   Miriam Ebeling / 123RF Stockfoto und Iveta Angelova / 123RF Stockfoto

Einheitsbrei aus Münchens Stadtempfängern

Über die überregionalen bayrischen Sender wie Antenne Bayern, Bayern 3 und andere muss man eigentlich gar kein Wort mehr verlieren.

Dort werden die Charts hoch und runter gerotzt – das Ganze mit weichgespülten Sprüchen garniert und auf  Humorniveau von Mario Barth serviert.Das Nebenbeimedium ist diesem Falle nicht mal nebenbei zu Hören.

Wenige Ausnahmen im Specialinterest-Bereich, wie B5, BR Klassik oder manchmal auch B2 gibt es natürlich.

 

Münchener Radiolandschaft

In der Münchner Radiolandschaft schaut’s insgesamt da keinen Deut besser aus. Charivari, Arabella, Gong, Radio Energy und Co. sind absolut zum Davonlaufen. Neben der miesen Musik (das ist natürlich Geschmacksache) sind es vor allem die Sprecher, die es schaffen einen seichten, monotonen Einheitsbrei zu fabrizieren. Nichts eckt an, nichts provoziert, nichts regt zum Nachdenken an! Es wirkt schon fast so, als ob Radio zum platten ‚Ich schalt meine Birne mal komplett aus –Medium‘ verkommen ist.

Über Welle

Auch vermeintlich alternative junge, pseudorebellische Radiosender, wie egofm passen sich immer mehr dem Mainstream an – aber wenigstens sind Musik und die Themen dort besser bzw. ‚zielgruppenorientierter‘. Wenn man Glück hat kann man auch ein paar gute Takte auf dem Studentenradio afk 94,5 erwischen – das hängt allerdings immer vom jeweiligen Moderator oder DJ ab. Auch bei Lora München kann es ab und an nette Themen geben, wobei das alles sehr politisch linksgedrifted, sehr ernst und meistens viel zu amateurhaft ist. FM 4, das früher überall in München super empfangbar war und auch eine eigene Party-Reihe in der Muffathalle hatte, ist leider in unsere Stadt immer schlechter empfangbar. Thematisch und musikalisch spannend  ist immer noch Zündfunk, das täglich 19:05 Uhr und sonntags um 22:05 Uhr auf Bayern 2 ausgestrahlt wir.

Was aber leider definitiv in München fehlt, sind bissige, humoreske, nicht werbestigmatisierte Sendungen wie z.B. ‚Stermann und Grissemann‘ oder auch ‚Sanft und Sorgfältig‘ mit Böhmermann und Schulz.

Webradio in und um München

Auch beim sogenannten (Münchener) Internet Radio tut sich themen- und talkmäßig nicht sonderlich viel. Hier gibt es allerdings einige musikalische Perlen und Versuche, die wenigsten ihren eigenen Sound ab und an spielen. Dazu zu zählen sind u.a. die Elektro Jungs von Subterrain, die jeden Dienstag Abend via VibeAlive aus einem Sendlinger Studio München mit Elektronischen Klängen versorgen. Wer es rockiger, alternativer mag, kann mit Substanz FM (von der Kneipe) Glück haben (oft geht allerdings der Stream nicht so gut).  Viel bunter, vielfältiger und auch bayerischer ist es bei ‚Radio Buh‘ aus dem Traunsteiner Raum, bei welchem Stefan Dettl von LabrassBanda die Finger im Spiel hat. Auch die Munich Open Minded Crew präsentiert  ihren Lieblingssound via Onlinestream. Das Radio Feierwerk widmet sich jugend- und subkulturellen Themen beim, benötigen aber dringend Spenden, um es so wie bisher weiterführen zu können. Nicht um die Finanzierung muss sich das junge Radio vom BR sorgen. Via Livestream ist PULS – ‚dieses neue Radio‘ empfangbar.

Talkmäßig ist aber sieht es dennoch eher düster aus. Zwar versucht z.B.  egofm es immer wieder mit eigenen ‚Talkformaten‘, wie ‚Bei Anruf Witzigmann‘ oder ‚ Seewald – Die Vermessung der Musik‘. Da diese Formate allerdings mit nur einem Moderator arbeiten, ist es eher Thema als Talk.

Aber man soll ja nicht immer meckern, was keine bayerische, sondern eher eine deutsche Tugend ist. Man kann ja übers WWW daheim oder auch unterwegs mit Laptop oder einem Internetradio Sender wie FM4, Ibiza House, Radio Buh – Sendungen, wie ‚Sanft und Sorgfältig‘ oder sonst was genießen. Dort fehlt allerdings wiederum der Regionalitätsfaktor, den man dann doch oft gerne hat. Man will ja wissen, was um einen herum passiert und was sich kulturell so tut.

Genau deswegen versuchen wir, bzw. Dr. Love und Frank Schitzo, diesem Mangel ein wenig entgegenzuwirken und starten Anfang April mit dem Sendeformat ‚München Erleuchtet‘ den mehr oder weniger ernstgemeinten Versuch ein bisschen Talk mit Münchenbezug ins Web zu zaubern.

Wir sind gespannt und freuen uns darauf.

Mehr dazu hier-> München Erleuchtet
 Werde Fan von München Erleuchtet -> München Erleuchtet auf Facebook

Hier wird München bald erleuchten!

München Erleuchtet is on Mixlr

 Mach dein eigenes Radio

Eine weitere Möglichkeit spannende Sender zu finden oder gar selbst sein eigenes Radioformat zu starten, bietet neuerdings die Radioplattform der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien an. Hier könnt ihr nach Prüfung und Freischaltung seitens der BLM euer eigenes (unkommerzielles) Bürgerradio starten.

Glitzer, Flitter und Chichi in München

© Illustration: Dhébora Muller

Eine kleine aber feine Truppe aus mehreren Ensembles, Bars und Clubs sorgt für ganzjähriges Chichi im vermeintlich „prüden“ München. Man kann schon fast von einer Münchner Burlesque-Szene sprechen.

Doch was ist eigentlich Burlesque?

Burlesque wird häufig als ‚ verführerisches Gesamtkunstwerk‘ beschrieben. Denn der ‚inoffizielle Vorgänger des Striptease‘, bei dem nicht alle Hüllen fallen, kann weit mehr als nackte Haut zeigen und Frauen und Männer in Wallungen bringen.

Die Mischung aus Schauspiel, Gesang und Tanz, welche in Amerika in den 1920er und 1950ern mit Stars wie Josephin Baker und Gypsy Rose Lee seine Blütezeit erlebte, bietet mit unzähligen Kategorien und Stilrichtungen eine wahnsinnige Varietät beim ‚Spiel mit den Reizen‘. So wird beispielsweise im klassischen Burlesque, mittlerweile auch sicher mitgeprägt von Dita von These, eher das Kokettieren eines bestimmten Rollentypus (z.B. Verführerin) mit Federboa, Zylinder und Co. zu einer typischen Musikrichtung ausgeübt.
Im New bzw. Neo-Burlesque ist eigentlich Alles möglich. Stilrichtungen, wie Moderner Tanz, Artistik, Striptease, Comedy und Circus werden in völlig unterschiedlichen Rollentypen vermischt und meistens humorvoll umgesetzt. Für Comedy Burlesque stehen beispielsweise die zwei entzückenden Berliner Damen – Les Femmes Brachiales.

Aber auch ernste und politische Themen können in den Burlesquenummern humorvoll verpackt werden. So prangert beispielsweise eine Burlesquekünstlerin die Wegwerfgesellschaft mit einer Recyclingnummer an. Man weiß im NewBurlesque eigentlich nie wirklich, was genau auf einen zukommt. Das macht es auch gerade so spannend. Wichtig ist auch, dass gängige Schönheitsideale beim Burlesque oft unwichtig sind – es geht nicht um ‚skinny‘, von Werbung und Medien produzierte „Idealtypen“. Vielmehr sind Kurven, auch mal üppige Kurven erwünscht – zelebriert wird die individuelle Schönheit. Ob groß, klein, dick oder dünn, spielt keine Rolle.  Es geht um Spannung, Glamour und eine ordentlich Portion Humor und Wahnsinn.

Unterhaltsam, überspitzt, humorvoll, sexy, mutig, akrobatisch, überraschend

Burlesque in München

Auch in München wird Burlesque immer beliebter und erhält Einzug in die Abend-Gesellschaft. Und das nicht nur beim ‚International Burlesque Festival‘. Auch Bars, Kneipen, Clubs und kleine Theater geben den Meisterinnen der Weiblichkeit Spielstätten, in denen sie ihre Grazie präsentieren können. So finden im neu eröffneten Chichi regelmäßig Burlesqueveranstaltungen, oft gekoppelt mit einem schicken Dinner statt. Etwas weniger Posh geht es u.a. im Pigalle an bestimmten Abenden zu. Aber auch das Theater Drehleier oder Theater Heppel & Ettlich veranstalten immer wieder Burlesque-Abende. Man muss nur die Augen offen halten!
Wer selbst die Kunst der eleganten Verführung erlernen will, kann dies z.B. In Dixies Dynamites Vintagestudio oder auch in der Burlesque Academy erlernen – Die Workshops, die das ganze Jahr stattfinden, sind auch ein sehr beliebtes Geschenk für einen Jungesellinenabschied. Wer lieber erst mal zusehen und so  in die Thematik eintauchen will, ist auf jeden Fall beim Burlesque Festival super aufgehoben – hier, besonders bei der International Gala am Samstag, kann man verschiedene Stilrichtungen entdecken und sich inspirieren lassen. Beim Vintagemarkt kann man dann entsprechende Accessoires und Outfits erwerben und direkt selbst loslegen.

Munich International Burlesque Festival 2015

Wie schon erwähnt findet das ‚International Burlesque Festival‘ zum vierten Mal statt. Initiiert wurde das Ganze von Dixie Dynamite aka Silvia Plankl, die auch mit ihrem Vintagestudio am Rotkreuzplatz das ganze Jahr für buntes Furore sorgt.  Das Programm wächst von Jahr zu Jahr – So gibt es mittlerweile erwähnten Vintagemarkt, Workshops, verschiedene Galaabende, Revues und sogar erstmals Boylesque, bei dem ausschließlich Männer tanzen, im Programmpunkt.

Nach dem Start am Donnerstag, den 19.03. mit der Openingshow in der Drehleiher, findet Freitag Abend eine internationale Ensemble Nacht mit zwei Ensembles (Mixtures, Salon Kitty Revue) im Schlachthoftheater statt. Auch im Schlachthof ist Samstags die International Burlesque Gala, eines der Festivalhiglights. Die Gala wird von dem phänomenalen, einzigartigen Jack Woodhead aus Newcastle moderiert. Absolute Tränenlachgarantie! Oft möchte man, dass er gar nicht aufhört zu reden. Direkt danach findet erstmals ein Boylesque Event statt und das Cabaret Extravaganza verzaubert seine Gäste bis spät in die Nacht. Den genauen Zeitplan und Infos zum Vintagemarkt und den anderen Veranstaltungen findet ihr hier-> Munich Burlesque Festival 2015

Kleines Einmaleins des Burlesques

Burlesque: Der Begriff ‚ Burlesque‘ kommt ursprünglich aus dem italienischen (‚burla‘) und bedeutet ‚Schabernack‘. Später verband man mit dem Begriff (u.a. in der spanischen Komödie Comedia burlesca) Pantomime, artistische Nummern und andere Theater- und Zirkuselemente, bevor es dann im 19 Jhdt. in England diese heut bekannte erotische Färbung erhielt.

Federboa, Handschuhe, Korsagen, Strapse und Co.
Besonders im klassischen 1920er inspiriertem Burlesque sind diese Gimmicks Elemente, die in verschiedenen Posen und Nummernelementen eingesetzt werden. Besonders fürs ‚teasen‘ aka Anbandeln mit auf die Bühne geholte Männer oft willkommene Requisiten.

Glitzer und Flitter
Glitzer und Flitter in allen Formen und Farben sind natürlich auch ein absolutes Must bei jeder Burlequeshow. Diese Requisiten werden aufgetragen , geschossen und in jeglichen Formen zum Einsatz gebracht.

Nipple Pasties
… sind die kleinen verzierten Nippelkronen, welche die Brustwarzen bedecken und somit am Ende einer Showeinlage die Tänzerin schmücken. Oft sind diese mit Quasten bestückt welche dann gedreht werden (‚tassle twirling‘).

Publikum
Wer denkt, dass das Publikum aus angegeilten sabbernden Männern besteht, ist völlig falsch gewickelt. Oft besteht der Großteil aus Frauen, die ihre Männer mitschleppen, denen es dann auch gefällt. Für die Damen ist es eine gern genutzte Gelegenheit sich mal wieder richtig ‚aufzuhübschen‘.
Die Show ist zudem laut und bunt. Und genauso soll das Publikum sein! Männer, Frauen, jung und alt- Alle sind willkommen. Sie sollen auch gerne laut sein, wild klatschen, rein schreien und sich auch gehen lassen. Das ist nicht nur vollkommen in Ordnung, sondern sogar erwünscht. Die Mädels auf der Bühne sind Performer, geben wirklich alles und müssen dementsprechend honoriert werden. Also Vollgas!

IMPRESSIONEN:

(Miet-)Locations für kleine Ausstellung oder andere Events in München

© Foto: Pathos München
Dies war schon lange überfällig, da wir schon oft konsultiert wurden, um kleineren Künstlern, Musikern, Filmvorführern oder Fotografen Tipps zu  geeigneten Locations in München zu geben. Dabei geht es meisten um Locations, in denen sie ihre Werke, Bilder, Musik etc. einem kleinen aber feinen oder evtl. auch größeren Publikum präsentieren können. Auch wir haben schon öfters solche Orte gesucht, was leider mitunter ein sehr schwieriges Unterfangen war und immer noch ist.

Daher haben wir uns ein wenig umgehört unsere bisherigen Locationerfahrungen gesammelt, die wir gerne mit euch teilen. Da wir bis dato noch nicht jede Lokalität besucht haben – was wir aber sicher vorhaben – kann es sein, dass evtl. nicht alle Angaben 100 % korrekt sind. Allerdings kann man die Locationbetreiber sicherlich anschreiben oder „ganz oldschool“ anrufen, um mit ihnen Euer Vorhaben zu bequatschen.

Die Betreiber werden dann sicherlich ihre Konditionen nennen und bestimmt auch euch etwas entgegenkommen, wenn ihnen Euer Projekt taugt. Oft ist es auch so, dass für Mietlocations gar keine Miete genommen wird, sobald ihr die Hütte vollkriegt und die „Barhohheit“ bei den Betreibern bleibt und ihr euch mit dem Eintritt zufrieden gebt.

In unserer Auflistung haben wir diese Details (Kosten, Größe etc.)  mit berücksichtigt, sofern wir sie in Erfahrung bringen konnten. Wir freuen uns über jeden weiteren Input von euch!

Event- und Ausstellungsmöglichkeiten in München

Locationname
Adresse
Webseite
Kapazität

Cafè Voila / Wörthstraße

Wörthstraße 5, 81667 München
Telefon:089 4891654
http://www.cafe-voila.de/ bis 50 Leute

Cubar

Telefon: 089 72488-214 www.cubar-muenchen.de bis 500 Leute

Farbenladen

Hansastraße 31
81373 München
Schwanthalerhöhe
https://www.facebook.com/FeierwerkFarbenladen 200 Leute

färberei

Claude-Lorrain-Str. 25
81543 München (Untergiesing-Harlaching)
(089) 62269274
(089) 62269285
diefaerberei@kjr-m.de
http://www.diefaerberei.de/ Info folgt

Galerie & Café Käthe

Gebsattelstraße 34
81541 München (Hoch-Au)
Telefon (089) 120 10 985
http://cafekaethe.blogspot.de/ Info folgt

Giesinger Bahnhof

Giesinger Bahnhofplatz 1
81539 München
Tel.
089 / 69 38 79-30
089 / 69 38 79-32
info@giesinger-bahnhof.de
http://www.giesinger-bahnhof.de/ Info folgt

Glockenbachwerkstatt

Bürgerhaus Glockenbachwerkstatt e.V.
Blumenstr. 7
80331 München Kultur und Konzerte
Tel. (089) 230 767 96
andreas.alt@glockenbachwerkstatt.de
andreas.langhammer@glockenbachwerkstatt.de
http://www.glockenbachwerkstatt.de Info folgt

Haus der kleinen Künste

Buttermelcherstrasse 18
80469 München
t+f. 089 | 2014480
mail@hausderkleinenkuenste.de
http://www.hausderkleinenkuenste.de Info folgt

Josefa Westend

Westendstr. 29
80339 München
Tel. 089.289 79 183
westend@josefa.eu
www.josefa.eu 40 Leute

Kunst im Bunker

Meindlstr. 19
81371 München
http://www.kunst-in-sendling.com/…/204-kunst-im.. Info folgt

Linoleum-Club

Linoleum-Club
Rupprechtstr. 29
80636 München linoleumclub@googlemail.com
http://www.linoleum-club.de Info folgt

Orangehouse

Feierwerk e.V.
Hansastr. 39 – 41
81373 München
Tel. +49 (0) 89 72 488-0
Fax +49 (0) 89 72 48 8-109
kultur@feierwerk.de
http://www.feierwerk.de/vermietung/orangehouse.html 300 Leute

Pasinger Fabrik

August-Exter-Straße 1, 81245 München
089 8292900
http://pasinger-fabrik.com/de/ Info folgt

Pathos

Dachauer Straße 112d
80636 München
Tel.: +49 89 – 12 11 10 75
eMail: info[at]pathosmuenchen[dot]de
http://www.pathosmuenchen.de/ Info folgt

Postgaragen

Postgaragen
Deroystraße 3-5
80335 München Telefon: 089/890 686 0
Email: info@hs-veranstaltungen.de
http://www.hs-veranstaltungen.de/front_content.php?idart=29 divers

Provisorium

Lindwurmstraße 37
München
0162 7495905
https://www.facebook.com/dasprovisorium 300 Leute

Salon Irkutsk

Isabellastraße 4, 80798 München
Telefon:0162 7495905
http://www.salonirkutsk.de/ 30-50 Leute

Sansaro Art Box

Amalienstrasse 89
In der Mitte der Amalienpassage
80799 München
+49 (0)89 – 2880 8442
http://www.sushiya.de/artbox/ Info folgt

Sendling 46 / Salong Solang

Sendlingerstr. 46
80331 München
https://www.facebook.com/events/810605845672362/ Info folgt

Soundcafe

Traubestraße 5, 80805 München
Telefon:089 3618407
http://www.jkw-soundcafe.de  Info folgt

Super + Galerie

Adalbertstrasse 44 ,München,
Telefon: 0170-2017650
http://centercourt.gallery/ Info folgt

Traffic Bar

Blutenburgstraße 73
80634 München
http://traffic-bar.de/ Info folgt

Unterdeck

Unter Deck Oberanger 26, 80331 München
Telefon:089 24293711
https://www.facebook.com/UnterDeck Info folgt

Weltwirtschaft

 

Sarah Seesslen
Schwanthalerstr. 80
80336 München
Tel. 089 – 85637551
sarah.seesslen@googlemail.com
 http://www.einewelthaus.de Info folgt

westendstudios

Landsberger Straße 47, 80339 München
089 20355501
http://www.westendstudios.de/14/index.htm Info folgt

Zum Gartl / Isaralm

Nithartstr. 8 in 81543 München
0176 77538492
https://www.facebook.com/pages/Isar-Alm-zum-Gartl/641004825994502 Info folgt

 

Münchens Kulturszene freut sich aufs BieBie

Update: Seit dem 07. November 2015 gibt es das BieBie leider nicht mehr!!! Warum ist nicht genau klar, aber alle Künstler mussten Ende des Jahres ausziehen. Zehra Spindler selbst ist schon seit Juni diesen Jahres nicht mehr dabei gewesen. Geführt wurde das BieBie dann von den beiden Geschäftsführern, die das Projekt im November beendeten.

Zehra ist sicher keine Unbekannte am Münchner Kunst- und Veranstaltungskosmos. Miss Puerto (Giesing) ist bekannt für ihre auf Zeit begrenzten Projekte, die Münchens Kulturszene ein ganzes Stück bunter, wilder und auf jeden Fall interessanter machen.

Dabei ist sie, im Gegensatz zu manch städtisch initiierten Projekten, nicht krampfhaft auf der Suche nach Kunst – die Kunst sucht und findet sie! Wenn sie etwas startet, ist der selten still stehende Wirbelwind vermutlich nie alleine. Denn Künstler und Kreativschaffende wollen sofort dabei sein – egal ob sie Musiker, Maler, Aktionskünstler, Theaterschauspieler, Tänzer oder sonst was sind…

Dabei greift sicher Zehras weitgespanntes Netzwerk, das mitunter aus den Zwischennutzungen Puerto Giesing und Art Babel  entstanden ist und gefestigt wurde, aber auch ihre lockere, offene, interessierte und angenehme Art dürfte sie zu einer Art Künstlermagneten machen. Zudem bieten Zehras Zwischennutzungen endlich wieder Raum für Münchner Künstler, der so rar gesät ist in dieser Stadt.

Nicht umsonst sind die meisten der 15-20 Künstlerbüros schon von stadtbekannten Kreativen bezogen – zumindest auf dem Papier.  Als wir  einen Großteil des 11.000 qm großen, dreistöckigen Gebäudes aus den 70er Jahren besichtigt haben, lernten wir ihren Mitstreiter Nino von Isarbass, zwei Künstler, einen Theaterschauspieler und eine Verrückte, die gottseidank vor der Tür blieb, kennen. Alle sind brav mitgetrottet und haben Zehras Ideen, Visionen und bisherigen Erfahrungen mit Zwischennutzungsprojekten gespannt gelauscht.

Als Samuel und Thomas den Vertrag für ihr Künstlerbüro unterzeichnet haben, waren wir live dabei. Die sympathischen Jungs wollen Fotografieren, eine anstehende Ausstellung in Tel Aviv vorbereiten und fühlten sich sichtlich wohl vor unserer Kamera und in ihrer neuen dreieckgeprägten Wirkstätte.

Auch die anderen Künstlerbüros im ersten Stock sind mit vielversprechenden Namenschildern verziert. So werden der DJ und Künstler Dompteur Mooner, Nik Graf, der unter anderem die liebe Ebow produziert, unsere bunten Freude von Magic in Motion, Benni von Filmtrip, die fantastische Betty Mü und viele andere das Haus hoffentlich bald beziehen und darin werkeln, toben, singen, malen, basteln, ausrasten, einrasten …

Die Vielfalt ist enorm, die Genres bunt gemischt, das Potential riesig.

Das erinnert auch alles ein wenig an die Entstehung der Domagkstraßen Atelierts und der Blumenstraße, in denen Kunst sich entfaltet hat und nicht entfaltet wurde. Die offene Herangehensweise von Zehra, die weiß, wen sie sich ins BieBie holt und wie sie die Künstler vernetzt, verspricht Raum für eine freie, ungelenkte Entstehung kreativen Schaffens. Die Möglichkeit eines selbstständig und natürlich wachsenden Kreativquartiers. Neben einigen Bekannten aus dem Puerto Giesing ist es ihr enorm wichtig, dass auch neue Künstler das Haus mitprägen und neue Ideen einbringen – was immer das auch sein mag.

Neben den Künstlerbüros birgt die Location immenses Potential, über dass die Dame des Hauses aber noch nicht all zu viel verraten will, bis die entsprechenden Anträge und Genehmigungen durch sind. Unser Eindruck ist, dass sich die Räumlichkeiten auf jeden Fall für Veranstaltungen und Nutzungen jeglicher Art eignen. Diese dürften von Gemeinschaftsbüros, spannenden Ausstellungen, Workshops, Vorträgen, Partys, Konzerten bis hin zu Theateraufführungen reichen. Gerade die Möglichkeit etwas progressivere Stücke, Lesungen und vielleicht weniger breitenrelevante Themen dort aufzuführen, fand der junge Herr vom Theater spannend. Kooperationen mit Theaterhäusern, wie dem nahegelegenen Metropoltheater oder der sozial engagierten Mohr Villa, werden auch angedacht. Auch Flüchtlingsprojekte und Dokumentarfilme werden diskutiert. In jedem Fall soll die Nachbarschaft und der Stadtteil Freimann in den Entstehungsprozess einbezogen werden.

Wir haben den Eindruck gewonnen, dass hier wieder ein großes Kunstareal entstehen könnte, dass in München nach der Schließung der Blumenstraße und des Puerto Giesing so schmerzlichst vermisst wird.

Zehra verrät uns, dass sie die Zwischennutzung bis nächstes Jahr im März habe, aber aufgrund des bisher superpositiven Echos von allen Seiten ganz zuversichtlich ist, dass das eine etwas längere Liaison werden könnte.

Wir klopfen dreimal auf Holz und hoffen dass wir uns bald öfters nach Freimann aufmachen dürfen.

Erste Impressionen

© Fotos by Daniel Samer

BieBie auf Facebook: Bie Bie München

Hier entsteht das Kreativquartier

 

Erobique verbreitet eine Überdosis Freude in der Stadt

In München war der gebürtige Münsteraner, weil er im Residenztheater für die Musik zur Komödie Triologie der Sommerfrische zuständig ist. Aber er nutzte seinen kleinen Ausflug auch dazu, um Freunde zu besuchen, gut zu essen und ausgiebig im Müllerschen Volksbad zu plantschen.
Unsere lieben Freunde vom Künstlerkollektiv TamTam haben die Chance ergriffen und Erobique im Gespräch zu essentiellen Sachen, wie Freude, Erschöpfung und  Selbstexperimenten befragt.

Aber seht und hört selbst. Hier ist das ganze Interview. Viel Freude!

Dein Konzert am Sonntagabend im Unterdeck war ja die Überdosis Freude!

„Ich mach das ja immer zusammen mit den Leuten. Wenn die Spaß haben, dann habe ich auch Spaß.“

Deine Musik an sich ist ja schon eine gewaltige Portion Freude, die auf das Publikum überschwappt und dann auf dich zurückkommt?

„Das ist die Frage nach der Henne und dem Ei. Ich weiß nicht, was zuerst da war. Das ergibt sich immer so. Ich versuche im besten Fall immer so ranzugehen, dass ich zuerst viel gebe und dann nicht allzu sauer zu werden, wenn nicht viel zurückkommt.“

Gehört Freude für dich zusammen mit Erschöpfung?

„Das wär‘ ja so das Ideal gewesen: durch’s Tanzen die Endorphine und durch die Bewegung das Adrenalin auszuschütten. Das sollte eigentlich reichen für einen ordentlichen Rausch. Aber gut, man kann natürlich auch nachhelfen.“

Berlin ist da bekannt für seine Mittelchen und Wege, um da gezielt nachzuhelfen und eine Überdosis Freude auszulösen. Ist das eine Option?

„Ja es ist immer eine Option, aber es verträgt sich sehr schlecht mit dem Beruf und ich bin weit davon entfernt, Leuten zu Drogenkonsum zu raten. Das hat auch zu viele Idioten hervor gebracht.“

Wir machen in Berlin zwei TAM TAM-Veranstaltungen im Freudenzimmer und im Freudenreich zur gleichen Zeit. Da lag es auf der Hand, dein Lied „Überdosis Freude“ als zentrale Thematik zu wählen. Was würde dich freuen, dort ausgestellt zu sehen?

„Eine gelbe Luftmatratze vielleicht, mit der man herum springen könnte. Eine richtig stramm aufgepumpte gelbe Luftmatratze, auf der man wie auf einem Trampolin hin- und herspringen kann, und nicht alle gleich aus Erschöpfung niederliegen. So ein bisschen Deichkind für Arme. Das würde mich freuen.“

Was hat dir in deinen letzten Tagen in München Freude bereitet?

„Das Müllersche Volksbad. Das war mein Geheimtipp. Ich habe auch sehr gut gegessen hier in München, aber ich fand, dass war ein Badeerlebnis. Es gibt auch in Hamburg schöne alte Badeanstalten. Aber das fand ich schon toll.“

Wie machst du TAM TAM?

„Ich hab mir Trommeln gekauft: Roto-Toms und wenn ich in Hamburg spiele, dann stell ich die auf die Bühne, nehme zwei Schlegel und mache da Diskopercussions. Als mich meine Freundin gesehen hat, als ich damit zum ersten Mal in Hamburg aufgetreten bin, hat sie gemeint: Ich wusste das gar nicht, du kannst das ja überhaupt nicht. Du behauptest das ja einfach nur. Und ich so: Ja genau darum geht’s. Ja genau, das ist gerade sehr schöner TAM TAM.“

Wie generierst du die perfekte Dosis Freude? Wie sieht die für dich aus?

„Es gibt ja keine perfekte Dosis Freude. Einen Trick habe ich gelernt: Wenn man sehr viel Freude empfindet, sehr zufrieden und glücklich ist mit seiner Situation, dann kann man sich diesen Zustand aus Demut kurz merken, und dann kann man darauf zurückgreifen, wenn’s mal nicht ganz so gut geht später. Das ist ja immer ein Kommen und Gehen mit der Freude und dem Glück.“

Wann war das erste Mal, als du wirkliche Freude gespürt hast?

„Ich glaube, als ich das Licht der Welt durch die Scheide meiner Mutter kommend erblickte. Also ich glaube, Freude kann man ja jederzeit überall erblicken, wenn man sich darauf einlässt und sich auch ein bisschen zur Ruhe kommen lässt.“

Wie hast du das gefunden, was dich antreibt?

„Mich treibt natürlich Musik an und die habe ich relativ früh gefunden. Mich treibt aber auch ganz vieles an, und was mir ganz gut getan hat: Ich hab seit gut über einem Jahr auf Alkohol verzichtet und das macht sich sehr bemerkbar in der Schaffenskraft und Ausgeglichenheit. Das stabilisiert ein bisschen das Empfinden der Freude, wenn man manchmal so hoch und wieder runter fährt.“

Bei der TAM TAM-Veranstaltung am 7.2 in Berlin präsentiert u.a. Mischa Badasyan sein Projekt „Save the date“. 365 Tag im Jahr, jeden Tag Sex mit einem anderen Mann. Was hältst du davon?

„Also ich weiß es nicht, das macht dem einen Freude und dem anderen nicht so viel Freude. Ich finde, dass ist sein gutes Recht, jeden Tag mit einem anderen Mann Sex zu haben. Ich glaube, ich würde nach zwei Wochen jeden Tag Sex mit einem anderen Mann oder einer anderen Frau, ein bisschen durcheinander kommen in der Birne. Aber gut, wenn er das macht.“

Welches Selbstexperiment würdest du gerne machen?

„Ich fand die Idee mit dem Alkohol ganz gut. Ich könnte das mit Zigarettenrauchen auch 365 Tage im Jahr: jeden Tag auf eine andere Zigarettenschachtel verzichten. Ich höre mich jetzt schon vernünftig an, oder? Ich weiß nicht, ich fände es ganz gut, 365 Tage im Jahr immer am gleichen Ort zu spielen. Das würde mir Freude bereiten. Eine Art Residenz, 7 Tage die Woche und die Leute kommen zu mir und ich würde eine Installation in einen Raum stellen. Ja, das finde ich gut. Einen schönen Ort, der perfekt auf meine Verhältnisse zum Musikmachen abgestimmt ist, mit Ballons und einem tollen Team an der Bar. Obstsäfte, Bowle und dann jeden Abend spielen. Das würde ich zwei Wochen machen und dann ist man so richtig eingeölt. Nicht immer wieder abbauen und aufbauen.“

Was würdest du Jim Avignon und Andreas Krach mit auf dem Weg geben, die beim TAM TAM in Berlin im Freudenzimmer auftreten?

„Ich wünsche dem Andreas und dem Jim, euch beiden, an dem Abend viel Erfolg, gutes Gelingen und eine fröhliche und gute Zeit. Genießt den Abend. Gerade diese Abende sind schneller vorbei, als es sich jemand im Vorhinein so ausgedacht hat. Viel Spaß auf jeden Fall!“

Was würdest du Mischa Badasyan mit auf dem Weg geben?

„Das Gleiche. Viel Spaß, Freude und vor allem: behalte die Nerven. Ich glaube, da muss man – da gibt’s so ein schönes Wort – besonnen sein. Da muss man sehr, sehr besonnen sein. Ich glaub, wenn du die Aktion machst, gehe sie sehr besonnen an. Und natürlich viel Spaß beim Sex wünsche ich dir. Deine Performance bei TAM TAM wird bestimmt stark!“

Wer denkst du, würde noch gut zu TAM TAM passen?

„In Hamburg gibt’s ja noch den tollen DJ Doktor Doktor Penis. Vielleicht ist der auch was für euch. Der arbeitet normalerweise für den Plattenladen Hanseplatte und schreibt immer diese Kolumnen: Gereon Klug. Der hat ein tolles Buch heraus gebracht, ist gerade auf Lesung unterwegs und als DJ nennt er sich Doktor Doktor Penis.“

Was gehört deiner Meinung nach zu einer TAM TAM-Veranstaltung?

„Ich hoffe, es gehört alles dazu, was euer Herz begehrt, damit ihr eine schöne Party feiert. Ich wünsche euch Konfetti, Luftschlangen, Verkleidung, Kostümwettbewerb, eine Tombola, ein Glücksrad, Trinkwettbewerbe, nasse T-Shirt-Wettbewerbe, alles was dazu gehört. TAM TAM auf allen Kanälen, volle Lotte! Aus vollen Rohren wird da geschossen! Die Party wird richtig angezündet!“

Das Interview führte Matthias Stadler | Kamera: Klaus Dietl | Illustration: Erobique

Sounds von Erobique

Wilder Westen in Münchens Off-Locations

Unter dem Namen „Filmtrip“ zieht es das Künstlerkollektiv nun schon zum zweiten Mal an ungewöhnliche Schauplätze, in welchen sie mit den Zuschauern einen Film reinszenieren. Das erste Stück, das ein voller Erfolg war, spielte im Mai diesen Jahres in den Hinterzimmern und Kellern der Favoritbar und bugsierte den Zuseher in die grauenhafte Kulisse des Films „Das Schweigen der Lämmer“.
Nun geht es einige Jahrhunderte zurück – In den wilden Westen. Durch Vermeidung der gängigen Theater- und Veranstaltungslocations Münchens und aufwendige Kulissen wollen die Macher des Projekts den Zuseher mit allen Sinnen in eine andere Welt entführen. Auch, dass der Filmtitel bis zum Ende der Performance unbekannt bleibt, dürfte dazu beitragen, dass es ein freies, nicht festgefahrenes Schauspiel wird, bei dem der Zuschauer selbst bestimmt, wie tief er in die Rolle eintaucht .

Die Handlung wird dabei durch einen Leitfaden gestützt . So viel darf gesagt sein: „Es gibt Geheimnisse zu entdecken, Aufgaben zu lösen und Situationen zu meistern. Jeder Einzelne wird dabei durch die Interaktion mit den Schauspielern und den anderen Gästen seine individuelle Erfahrung der Ereignisse kreieren“.

Die erfahrenen, schon zuvor mehrfach prämierten Initiatoren, bestehend aus der Drehbuchautorin Karolin Hingerle, der Regisseurin Jessica Glause, den Produzenten und Erfindern Benjamin Mathias und Patrick Chaudhri haben ihr Wissen und Können u.a. aus Veranstaltungen und Inszenierungen im Atomic Cafe, der Registratur, den Münchener Kammerspielen und diversen Theatern, wie dem Volkstheater, dem Pathos München, dem Staatstheater Nürnberg, dem Staatsschauspiel Dresden und dem Stadttheater Bremerhaven unter Beweis gestellt. Sie wollen nun mit Filmtrip etwas völlig Neues erschaffen, das letztlich die Genres Film, Theater und Rollenspiel eng miteinander verbinden soll – Sie wollen, dass der Film auf einer neuen Ebene mit viel Spaß „erlebbar“ gemacht wird. Nach dem Stück schauen sich alle Akteure des Stücks inkl. der „Zuschauerprotagonisten“ den Originalfilm an.
Es gibt tolle Kostüme, aufwendige Sets, zudem eine Bar und Livemusik und einige Überraschungen. Wir sind auf jeden Fall mehr als gespannt und freuen uns auf die Reise in Münchens anderen wilden Westen.

Hier schon mal ein kleiner Vorgeschmack auf das Event:

Beim ersten Filmtrip haben alle Schauspieler und Akteure ohne Gage gearbeitet, da das Projekt sehr aufwendig und zeitintensiv war. Mittels dem Eintrittspreis wurden lediglich Location und sonstige Extras getragen. Nun beim zweiten Streich habt ihr die Möglichkeit neben den Eintrittskarten das Künstlerkollektiv bis zum 26.10.2014 auch via Crowdfounding zu unterstützen.

Mehr dazu findet ihr hier:  Crowdfounding für Filmtrip -> Mittlerweile  beendet
Spielzeit: 26.10.2014 – 09.11.2014
Tickets: http://www.filmtrip.org

Filmtrip #1: 

 

Der Wiesndepri ist in der Stadt

Wir sind trücklich, quasi glücklich und traurig zugleich – denn einerseits ist man heilfroh, wenn man die Lederne oder das Dirndl – das Sündengewand –  endlich wieder in den Schrank hauen kann, das Loch im Geldbeutel versiegt und das Konto nicht mehr malträtiert wird. Andererseits fällt man auch, wie nach einem ordentlichen Vollrausch, in ein emotionales Loch, das mehr schmerzen kann als der Sturz vom Biertisch. Man kann es teilweise gar nicht fassen, dass es „schon“ vorbei ist. Die Gefühle kochten besonders wieder am gestrigen Wiesnfinale über, als  gestandene Mannsbilder auf einmal zum Weinen angefangen haben und sich wieder fremde Menschen,  bestückt mit Rausch und Wunderkerzen, zu „Sierra Madre“ oder „We are the Champions“ in den Armen lagen.

Genau in diesem Moment klopft auch der Alltag, die Realität wieder an, die dem ein- oder anderen suggeriert, dass er vielleicht doch gar kein Champion ist, weil er sich die letzten 8, 10, oder gar 13 Tage weggeknallt hat und so nur in einer biergetränkten Pseudogesellschaft seinen Platz gefunden hat.

Die wahren Champions sind sowieso nur die Bedienungen und Wiesnarbeiter, die in dieser surrealen Umgebung Profit schlagen und das herrschende Chaos im Griff halten konnten. Für die heißt es jetzt erst mal „ab in den Süden“ und das wohlverdient. Beim Otto-Normal-Wiesnbesucher, der für diese Zeit Urlaubstage aufgebraucht hat, wird jedoch der Endorphinhaushalt extrem runtergefahren. Die Euphoriekurve fällt steil. Die erlebten Bierzeltglücksgefühle, das Championsgefühl weicht einer einer „So lonely“-Stimmung, besonders dann, wenn man sich wieder mit sich selbst beschäftigen muss und dabei die letzten Tage versucht zu rekonstruieren.

Was bleibt sind oft verschwommene Erinnerungen, die ein- oder andere „Heldengeschichte“, in Form von Aufrissen oder Suffaktionen, welche man von der geschlagenen Wiesnschlacht mitgenommen hat und mit der man noch ein paar Tage in der Arbeit prahlen kann. Dann aber gehen auch diese Heldengeschichten verloren, da sie sehr schlecht dokumentiert sind. Weitere häufige Nebenwirkungen sind körperlicher Natur: Aufgeschwemmte Köpfe, ein paar Kilo mehr auf den Hüften, blaue Flecken am ganzen Körper (verursacht von Fahrgeschäften und Biertischstürzen) und Phantom-Hosenträger, welche wir noch ein paar Tage mit uns rumtragen.

Aber das (er-)tragen wir gerne! Denn jetzt heißt’s nur noch 347 Mal schlafen.  Denn dann heißt’s wieder „Ozapft is, auf eine friedliche Wiesn…“ Mir freuen uns drauf…

 

Oh Yes!!! Die Regi schlägt zurück

Das Gejammer war damals zu Recht groß als die Registratur vor fünf Jahren – früher ansässig in dem Gebäude der Zentrale der Münchener Stadtwerke in der Blumenstraße – ihre Räume für eine große Münchener Werbeagentur räumen musste und so eines der ersten Opfer der Gentrifizierung im Glockenbachviertel wurde. Die Regi war für viele Münchener einer der wenigen elektronischen Clubs, in welchem wirklich so etwas wie eine Clubszene entstanden ist, und mit legendären „Rocktronic-Abenden“ an Donnerstagen und ZomboCombo Events auch verschiedene Musikrichtungen und Genres vereinte. Ansonsten heizten Helmut („DJ Hell“), Roche Dadier, Major Lazer und viele andere der meist ausgelassenen Feiermeute ordentlich ein, was die Regi zu einem regelrechten Spielplatz für Erwachsene machte.

Als die Registratur dann schließen musste, entstand ein Loch in der Münchener Clubszene, das bis jetzt noch nicht richtig gestopft werden konnte. Die Betreiber mit Initiator David Walker zogen sich in die Kongressbar am alten Messeplatz zurück und organisierten immer wieder mal Partys, wie den „Elektrokongress“ oder auch das „Organic Dance Festival“ .

Nun wurde mit der Bar „Bank“ in der Müllerstrasse eine geeignete Location aufgetan, bei der die Renovierungsarbeiten in vollem Gange sind. Die Scheiben sind verklebt, die Gerüchte kursieren und es wird viel spekuliert, wie und vor allem wann der Club seine Tore öffnen wird. Gemunkelt wird, dass dies evtl. schon im November passieren soll.

Allerdings ist jetzt schon klar, dass diese neue Location wesentlich kleiner ist, als die damaligen Räumlichkeiten in der Blumenstrasse. Wenn man die alte Bank kennt, stellt man sich sowieso die Frage, wie dort ein größerer Club entstehen soll. Aber vielleicht haben David Walker und Co. ja ein anderes Konzept für die neue Registratur in petto. Wir sind auf jeden Fall gespannt wie Bolle und hoffen, dass diese Neuauflage ein voller Erfolg wird. Das ist ja leider nicht immer der Fall, was man u.a. auch an der neuen X-Cessbar spüren kann.

Hier geht’s zu aktuellen Veranstaltungen in der Registratur Bar -> Veranstaltungen


Hier das Eröffnungprogramm zum Opening -> Mehr dazu hier -> Registratur Bar Opening
Falls ihr schon da wart, würden wir uns über Renzensionen sehr freuen!
Eine Rezension haben wir schon bekommen. Dank an Michael. Hier geht’s zu seinen ersten Eindrücken : So war das Eröffnungswochenende in der neuen Registratur

Ansonsten halten wir euch auf dem Laufenden!

Hier könnt ihr den  Reginewsletter bestellen http://bit.ly/1z1Do2
Hier geht’s übirgens zu unserem MMA-Newsletter -> München Mal Anders Newsletter

 

Hier ein paar Impressionen aus der alten Registratur:

Wohlklänge für die Stadt

Wie auch schon im vergangenen Jahr wurden ein Dutzend Klaviere in der Stadt verteilt, an denen sich wannabe Mozarts, Chopins oder Stevie Wonders versuchen können. Das Projekt „Spiel mich“, inspiriert durch andere Städte wie New York, Sao Paulo oder Sydney, war letztes Jahr schon ein voller Erfolg und findet diesmal vom 13. September bis zum 05. Oktober in München, bei hoffentlich besten „Wiesnwetter“, statt.

Die Klaviere wurden von Künstlern und sozialen Einrichtungen verziert und gestaltet und wirken nicht nur optisch wie ein Magnet – besonders dann, wenn ungeahnte Talente traumhafte Klänge auf Münchens Plätze zaubern.

Aber auch ein „Alle meine Entchen“ oder wilde Kinderkompositionen werden wieder zu hören sein. Besonders bei den Klavieren auf den Spielplätzen, an denen sogar Klavierunterricht für die Kinder stattfindet. Auf jeden Fall bringt dieses einzigartige Projekt Menschen zusammen, lässt sie für eine Weile mit Musik verweilen und zaubert ihnen ein Lächeln aufs Gesicht. Teilweise entstehen so regelrechte Konzerte mit bis zu 100 Zuhören.

Neben den „Laienkomponisten“ sind dieses Jahr auch verschiedene Klavierkonzerte mit teilweise sehr bekannten Musikern geplant. An jedem festinstallierten Klavier wird ein Konzert mit Ausstellung und anderen Überraschungen stattfinden. Die Konzerttermine findet ihr hier -> Spiel mich -Konzerte

Nicht fest installiert ist ein Highlight der „Spiel mich Aktion“– Das „verrückte Klavier“. Dieses mobile Klavier wird jeden Tag an einen anderen Platz geschoben und sogar während dem „Transport“ gespielt. Auch dort sind unterschiedliche spannende Aktionen geplant.

 Die Spielstätten:

Standorte-SPIELMICH-2014-muenchen Das Ganze Projekt haben übrigens der Isarlust e.V. gemeinsam mit liveyourart, „Musik mit Kindern München e.V.“, „Corso Leopold e.V.“ und den urbanauten ins Leben gerufen.
Wir freuen uns über dieses tolle Projekt und hoffen, dass die Gema nicht wieder so „rumzickt“.

Mehr Infos zu Spiel-Mich findet ihr auch hier: Spiel Mich München auf Facebook

DIE LACKIEREREI in Haidhausen – „Kunst, Kultur, Konzerte“

Um einen Gegenpol zum „übersnobten High-Class-Posh-Posh München“ zu schaffen, wird in einer ehemaligen KFZ-Lackiererei eine Begegnungsstätte für Kunst und Kultur entstehen. Markus Czipzirsch, Geschäftsführer der Münchner Kulturmeierei, hat dieses Projekt initiiert und ermöglicht Künstlern, Musikern und anderen Kulturschaffenden und -interessierten, sich auf dem Gelände niederzulassen oder bei den geplanten Konzerten und Ausstellungen auszutoben.
Er hat es satt, dass alle immer nur jammern, dass es in München keine alternativen Kulturveranstaltungen gibt. Er sei eher Typ, der nicht jammert, sondern anpackt, verrät er uns im Gespräch.

Mit der alten Lackiererei hat sich nun eine einmalige Gelegenheit geboten. Dabei soll es völlig „genrefrei“ zu gehen, d.h. es werden keine spezifischen Kunst- oder Musikrichtungen präferiert. Jeder Kunstschaffende, der sein Handwerk versteht, kann Teil der LACKIEREREI werden, muss sich allerdings auf das Gemeinschaftliche einlassen – Denn nur so kann eine Begegnungsstätte funktionieren.

Die Vielfältigkeit der „industriellen“ Räume offeriert verschiedene Nutzungsmöglichkeiten. So können in der Haupthalle der LACKIEREREI Konzerte, Ausstellungen, Lesungen, Filmvorführungen und Poetryslams für bis zu 250 Besucher stattfinden. Auch Theaterprojekte mit einer mobilen Bühne sind in Planung.  Hinter dem „Hauptraum“ liegt noch ein kleinerer Raum – die ursprüngliche Lackierkammer, in der man Workshops, Pressekonferenzen oder ähnliches abhalten kann.

Die Räumlichkeiten werden dabei teilweise so belassen, wie sie vorgefunden wurden. Alte Sachen aus der Lackiererei werden übernommen, so auch ein selbst gemaltes Schild mit der Aufschrift „Sämtliche Arbeiten, nur gegen Barzahlung“, das vermutlich seinen Platz über der Bar finden wird. Auch fanden die neuen Betreiber der LACKIEREREI diverse Graffitis vor, die auf jeden Fall bleiben und sogar noch auf Eigeninitiative von den Sprayern erweitert werden.
Auf der anderen Seite des Hofes zeigt uns Markus ein Gemeinschaftsatelier, das in Bälde von bis zu vier Künstlern bezogen werden kann. Die Proberäume für Musiker, die im Keller unter dem Atelier liegen, sind momentan noch nicht bezugsfähig aber die Arbeiten im vollen Gange. Wichtig ist es Markus hierbei , dass in die Ateliers und Proberäume vor allem junge Nachwuchskünstler ziehen, die mit der LACKIEREREI gemeinsam wachsen.

Ein Kultur- und Nachbarschaftscafé rundet das Ganze ab und sorgt nicht nur für das leibliche Wohl. Denn auch das Cafe bietet vor allem jungen Künstlern der Akademie der bildenden Künste und der Holzbildhauer Schule eine weitere Präsentationsfläche für deren Arbeiten und natürlich einen Raum zum kommunikativen Austausch. Besonders spannend finden wir die Idee eines auf Zeit (2-4 Wochen) begrenzten offenem Atelier, welches in das Café integriert wird. So können die Cafébesucher dem Künstler beim Werkeln zusehen und so einen Einblick bekommen, wie verschiedene Kunsterzeugnisse produziert werden.

Für weitere Ideen und Ausstellungskonzepte sind die Macher der Kulturmeierei völlig offen und freuen sich über Bewerbungen und Zuschriften. Auch die Atelierplätze sind noch nicht alle vergeben.

Bewerbungen bitte an: atelier@kulturmeierei.com

Ansonsten werden laut Markus momentan noch ausstehende Genehmigungen eingeholt, die letzten Baumaßnahmen abgeschlossen, bevor dann das neue Areal vermutlich im Oktober / November seine Tore für interessierte Anwohner und die restlichen Münchener öffnet. Aber auch bis dahin ist die ein- der oder andere Ausstellung in Planung. Wir halten euch auf dem Laufenden und freuen uns über diesen kulturellen Zuwachs.

© Fotos by Daniel Samer: danielsamer.de

Momentan ist die Lackiererei geschlossen, da  ein Streit verschiedener Parteien über die Nutzung der Gebäude entfacht ist. Wir halten Euch auf dem Laufenden!

Uns wurde zugetragen, dass die Lackiererei geschlossen wurde, bevor sie überhaupt richtig geöffnet hatte. Ziemlich sicher haben wichtige Genehmigungen gefehlt bzw. wurden erst gar nicht beantragt!

Maximilian Heisler vom Kultutvollzug hat sich tiefergehendend mit dem Thema beschäftigt und seine Ergebnisse auf dem blog „two in row “ publiziert: Der Konflikt um die Lackiererei

Aktueller Stand: „Unterdessen hat sich die Eigentümerin samt Architekten mit der LBK zusammengesetzt. Die Grundidee, einen längerfristigen Raum für Kunst und Kultur in Haidhausen zu etablieren, soll bleiben. Nur etwas kleiner und mit einem anderen Betreiber.“ (Quelle: Kulturvollzog / two in a row).

Hier geht’s zur Facebookseite: LACKIEREREI

Hier findet ihr die neue Location:

Vom Club ins Altersheim – Ein mutiges und wichtiges Theaterstück

WHAT YOU SEE IS WHAT YOU GET ist schon seit längerem für seine außergewöhnlichen Spielorte bekannt und machen damit regelmäßig seit 2011 Furore. Stücke wie „Peepshow“, „Bittere Pillen“ oder letztlich „Die Brunft“ wurden in die Orte des Geschehens manövriert und dabei auf die unterschiedlichen Locations inhaltlich und inszenatorisch angepasst.
So fanden die meisten ihrer Stücke in verschiedenen Clubs, wie z.B. der Roten Sonne in München oder anderen Clubs auf ihren Deutschlandtouren statt. Auch auf Festivals, wie dem „Her mit dem schönen Leben Festival“ auf Rügen oder im Haus der Kunst konnten sie mit ihren Stücken und Aktionen glänzen.

Ursprünglich war dies nur eine Notlösung, denn das Ensemble verzweifelte schier auf der Suche nach einer Location für ihr erstes Stück „Peepshow“. Die  gefundene „Lösung“ mit den Clubs, welche dann später unter dem Titel „Theater im Club“ bekannt wurde, war für die Clubs einerseits eine willkommene Abwechslung und anderseits eine sinnvolle Nutzung, der unter der Woche ungenutzten Räumlichkeiten. Die Intendanten wiederum waren froh, eine Spielstätte gefunden zu haben – was letztendlich dann zu einer Art Markenzeichen wurde. Das Konzept ging auf. Auch Leute, die normalerweise nicht ins Theater gehen, konnten damit gewonnen werden, was u.a. WHAT YOU SEE IS WHAT YOU GET im Dezember 2012 zum Wettbewerbssieger des „Kultur- und Kreativpiloten Deutschland“ – Preis machte.

Gutes von Gestern

Nun betritt das Theaterkollektiv absolutes Neuland, indem sie ein Stück in einem Altersheim inszenieren. Es geht dabei um die vergessenen Geschichten, die teilweise in den Altersheimen vor sich hin vegetieren und verloren gehen, da sie nicht mehr im kollektiven Gedächtnis verankert werden. Wer einmal ein Altersheim von innen gesehen hat, kennt sicher diese Tristesse und Einsamkeit, die dort teilwiese herrscht – Bzw. kann sie erahnen.
Dem Theaterkollektiv ist es wichtig auch auf solche Lebensräume aufmerksam zu machen und reinszeniert daher die Geschichten von den Bewohnern des Seniorenzentrum Residenzia im Münchner Stadtteil Sendling. Monatelange Arbeit, viel Geduld und eine Menge Energie und Gefühl wurden und werden so investiert, um aus den teilweise fiktiven Geschichten eine Art Theaterstück zu machen. Dies war nicht immer einfach, da u.a. ein Mensch im Rollstuhl inszeniert wird und auch Demenzkranke eine Rolle spielen.

Insgesamt ist es jedoch viel mehr als ein Theaterstück. Denn der „Zuschauer“ findet seinen Platz bei einer individuell zugewiesenen Person und kann bei Kaffee und Kuchen einer kurzen Darbietung seines Gegenübers beiwohnen. Vielleicht erfährt der Zuschauer ja dann von einer mondänen Dame, wie es war schon mit 17 Jahren bei der Show „Holiday on Ice“ gewesen zu sein oder welche Tanztricks in den goldenen 20ern angesagt waren.
Diese Aufführungen des sozialpädagogisch anmutenden Theater-Perfomance-Projekt mit dem Namen „Gutes von gestern“ werden via Videokamera aufgenommen und so auch denjenigen zugänglich gemacht, die der Veranstaltung nicht beiwohnen können. Auch für künftige Generationen kann so dieses wertvolle Stück Vergangenheit konserviert werden.

„Gutes von gestern“ wird insgesamt sieben Mal aufgeführt – Die Premiere findet am 13. September statt und ist mehr als empfehlenswert.

Performance mit Oma und Opa
Premiere //  13. September 2014, 14 Uhr
Weitere Aufführungen // 14., 20. und 21. September, jeweils 14 Uhr
// 16., 17., 19. September, jeweils 16 Uhr
Ort // Hof und Speisesaal des Residenzia Seniorenzentrums // Murnauer Str. 267, München
Kartentelefon // 0151/ 265 944 90
Kartenpreise // 15 Euro/10 Euro erm.*
*Aufgrund des stark begrenzten Kartenkontingents ist der Einlass nur nach vorheriger Anmeldung möglich.

Ein Projekt von: Julia Müller, Natascha Simons und Tobias Böhnke
Film und Fotos: ©Felix Kruis
Mit: Bewohnern des Residenzia Seniorenzentrums München sowie Besuchern der dortigen Tagesbetreuungsstätte
Weitere Infos zur Gruppe: www.whatyousee.eu

Der Spielort:


 

Big Trouble in Isar-Paradise

Der anhaltende Regen der vergangenen Tage ging nicht spurlos an Münchens Infrastruktur vorbei. Die Wassermassen rissen Bäume und Büsche an Münchens Isarstränden nieder, färbten das Wasser in eine ekelhafte grau-, braune Farbe und überspülten die frisch angelegten Bade- und Flaniermöglichkeiten zwischen Reichenbach- und Wittelsbacherbrücke! Die Folgen sind frappierend – sowohl ökologisch, ökonomisch als auch besonders sozial eine Katastrophe!

„Was ist denn nur mit dem fucking Klima los“, frägt sich Jung-Architekt Jason (32), der sich vergangenen Freitag , wie jeden Tag , gewohnt zu seiner Abhängstelle nahe der Reichenbachbrücke mit seinem Longboard aufmachte. Er ist völlig fassungslos.

Auch Ronny (Werbetexter, 27), der ein wenig später an der Brücke mit Marcella auftaucht, ist den Tränen Nahe und schreit von der Brücke: „Wo sollen wir denn jetzt hin?“Er hat den ganzen Winter seinen Bi- und Trizeps gestärkt und seine Tattoos eingecremt, um hier zu glänzen – „Es war so nice hier und jetzt ist alles vorbei!!!“ konstaniert er erschüttert und postet die Katastrophe auf Facebook. So wie den beiden ergeht es vielen aus der Münchener Szene, die nun orientierungslos auf der Suche nach einer neuen „Homebase“ sind. Auch der Kioskbesitzer an der Brücke ist fix und fertig mit den Nerven! Die Kunden bleiben ihm aus.

 

Der neue Szeneeisladen „Icetastetic“ in Isarnähe stellt die Mateeisproduktion ein und hofft nun vergebens mit originären Schoko- und Vanilleeis auf Rentnergruppen aus dem Deutschen Museum. Dazu muss Franco, der eigentlich Franz Josef heißt, allerdings erst wieder das „Siezen“ lernen, was ihm zunehmend schwerfällt. Nicht unweit des Epizentrums zeichnet sich ein ganz anderes Bild ab.

Der Gärtner platzt aus allen Nähten

Die „homeless Hipsters“ suchen Asyl und Sicherheit unter Gleichgesinnten auf der kleinen isarnahen Verkehrsinsel am Gärtnerplatz. Hier versteht jeder ihren Kummer und sie liegen sich mit Proseccoflaschen in den Armen. Aufgrund der strömenden Menschenmassen kommen hier aber die Flaschensammler nicht mehr hinterher. Der Müll türmt sich! Erste Scherben wurden entdeckt – Die Insel ist völlig überfüllt und die umliegenden Supermärkte trotzen trotz Sonderschichten den anstürmenden Massen nicht mehr. Es ist ein Bild des Grauens! Die Gestrandeten dürsten nach Augustiner, Aperol Spritz und Zuneigung! Wir müssen etwas unternehmen!

Daher wollen wir von MMA mit der Initiative „Homeless Hipsters“ ein Zeichen setzten und mit Sammelspenden einen kleinen Damm hinter der Wittelsbacherbrücke errichten und feinsten Sand aus Ibiza einfliegen lassen und damit den alten Flanierstrand wieder aufschütten. Auch die meisten der Obdachlosen unter der Brücke unterstützen dieses Vorhaben zunehmend.

Weitere Infos folgen in kürze! Für direkte Spendenanfragen bitte Mail an: mail@muenchnr.de Betreff: Save our Beach, Bitch!

Knackige Bücher für eine spannende Stadt

Und er schrieb sein erstes München-Buch. Das kam so gut an, dass Arz beschloss, weiterzumachen. „Normalerweise schreiben nur Hobby-Heimatkundler oder pensionierte Studienräte Bücher über Stadtviertel oder ähnliche Themen“, sagt Martin Arz. „Und genau so lesen sie sich dann meist auch. Furztrocken! Da wollte ich was ganz anderes machen!“
Leicht lesbar, locker im Ton und vor allem möglichst weit weg vom üblichen München-Klischee, dabei natürlich sachlich richtig – der Erfolg gab Arz recht.

Nach dem Isarvorstadt-Buch kam das Maxvorstadt-Buch, und auch das Mammut-projekt „Unser München“, ein Buch über alle, wirklich alle Münchner Stadtviertel, das Martin Arz als Texter ganz alleine mit dem Fotografen Marc Schäfer stemmte.
Schäfer gelang das Außergewöhnliche, was vor ihm wohl noch keiner geschafft hat: Er fotografierte sich einmal quer und rauf und runter durch ganz München.

Andere München-Themen lagen für Martin Arz quasi auf der Straße. Warum gab es noch kein Buch über die spektakulärsten Verbrechen Münchens der Stadt? Also recherchierte und schrieb er „Todsicheres München“.

Warum gab es kein Buch über die Münchner Graffiti-Szene und das, wo die deutsche Graffiti-Szene überhaupt ihren Ursprung in München hatte? Es folgte die Dokumentation „Street Art München“.
Und nebenbei entstand auch das erste verrückte Sammelsurium über die Stadt in „Absolut München“. Als Neuauflagen der Stadtviertelbücher anstanden, ging Martin Arz mit seinem Verlag einen ganz neuen Weg: Statt der bislang üblichen großen Hardcovertitel brachte er nun „Reiseführer für Münchner2″ heraus.

Kleine, praktische Bücher zu Münchner Vierteln, mit denen man die Gegend erkunden kann, weil sie sich in jede Tasche einstecken lassen. „Isarvorstadt“, „Maxvorstadt“ und „Haidhausen“ sind bereits erschienen, an „Giesing“ arbeitet Martin Arz gerade. Es soll noch in diesem Jahr erscheinen. Danach, so hofft er, hat er wieder mal Zeit für einen München-Krimi.

Mehr Infos zum Tausendsassa Martin und seinen weiteren Tätigkeiten findet ihr hier: Martin Arz im Stadtprofil